Berichte Veranstaltungen

Endlich, am 24.04.2013 war es soweit. 15 Kinder kamen in die Heimatstube, um sich von Ingrid Seifert von früher erzählen zu lassen.Weißt du 5 Die Kinder durften zunächst das Lied „Weißt du noch wie`s früher war ..?“ singen lernen. Dies wird das ganze Projekt immer weiter begleiten und ist bald hier als download zu finden. Danach konnten sie anhand von einem eigens hierfür gestalteten Memory, mit alten Bildern aus Leopoldstal, schon eine Vorstellung davon bekommen, wie es hier früher aussah. Orte und Plätze, die wir auch heute noch finden, sind in diesem besonderen Memory zu sehen. Nun begann Ingrid Seifert mit ihren Erzählungen aus der Kindheit. Kirschen einfach vom Baum pflücken und in den Mund stecken, ging gar nicht. Da kam schon der Opa her und rief : “ Geht ihr wohl von den Kirschen weg, die kommen alle in die Gläser !“ Denn früher musste man Lebensmittel für den Winter einkochen, damit man was zu essen hatte. Draußen wurde gespielt, Ingrid Seifert hatte fast nur mit Jungen gespielt und das ging manchmal herbe zu. In den großen Rohren haben sich die Kinder versteckt und fangen gespielt. Wenn sie dann durstig und außer Atem zu ihrer Oma ans Fenster gelaufen sind und sagten : “ Wir haben Durst !“ Da gab es keinen Sprudel, nein es gab Zuckerwasser. Als kleine Süßigkeit haben sich die Kinder im Dorfladen Himbeerbonbons aus einem dicken Glas gekauft. Deshalb gab es in der Pause bei „Weißt du noch wie`s früher war…? “ einen kleinen Snack: Zuckerwasser und ein Himbeerbonon. Oh, so mancher verzog das Gesicht, aber einigen schmeckte es auch. Der Höhepunkt war, als Ingrid Seifert von ihren ganz langen Zöpfen erzählte. Immer wenn sie Haare waschen musste, musste sie sich ewig lang vor den Ofen setzen , damit diese endlich trocken wurden. Somit hatte sie immer zu wenig Zeit zum Spielen. Eines Tages nahm sie sich ihr Fahrrad , fuhr nach Horn und lies sich beide Zöpfe beim Friseur abschneiden. Einen gab er ihr wieder mit, den anderen verkaufte er als Haar für Perücken. Den langen Zopf hat Ingrid Seifert noch und die Kinder, vor allem die Mädchen, waren begeistert als sie diesen hervorholte.

Nachdem zum Abschluss noch einmal unser Lied gesungen wurde, bekam jedes Kind eine Tüte mit Himbeerbonbons. Jedesmal wenn sie eines lutschen , dürfen sie an die schönen Erzählungen von Ingrid Seifert denken.

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Die Bilder auf dem Memory wurden erklärt .                                                            Echt interessant !!!

 

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Ingrid Seifert erklärte den Kindern wo die Orte auf den Bildern heute zu sehen sind. Alle hörten gespannt zu !

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“ Wer weiß wo das hier ist?“                                            Auf dem Tisch liegt der lange Zopf .

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„Als die Zöpfe ab waren hab ich geweint!“                                                            „Mmmhhh Zuckerwasser !“

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Manche fanden es lecker, manche wollten lieber nur ein Himbeerbonbon lutschen !

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Die Erzählungen von Ingrid Seifert haben alle in ihren Bann gezogen und auch die Kinder stellten noch viele Fragen.

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Freibadgeschichten mit Horst Böke

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Zunächst jedoch erzählte Horst Böke den Kindern, wie das so vor 50zig Jahren war. Alle Kinder hörten gespannt zu und stellten auch so manche 

Freibad3Frage. Am 24.7.2013 war es wieder so weit, 15 Kinder und diesmal waren auch ein paar Jugendliche zur Unterstützung dabei, trafen sich am alten Freibad in Leopoldstal. Leider meinte 


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Die Geschwister Böke beim Füße baden Anfang des Sommers.es das Wetter zunächst nicht so gut, aber nachdem Horst Böke seine Erzählungen im gemütlichen Gartenhäuschen berichtet hatte, konnten die Kinder das Wasser (18°) erobern. Zur Begrüßung sangen alle das „Weißt du noch wie`s früher war…? Lied.

Freibad5  Nachmittags war dort immer was los.

Freibad6 Mit Sprungturm der von den größeren Kindern auch erweitert wurde, auf das Geländer oder das Kioskdach. Eine Rutsche gab es auch, doch wenn das Holz nass war, mussten viele schmerzhafte Holzteilchen ertragen. Die Kinder sprangen von überall ins Wasser. Schwimmen lernte man nicht wie heute, man bekam ein Band um den Bauch gebunden, wurde ins Wasser geschubst und der Lehrer ging nebenher. Erst wenn das Kind sich überhaupt nicht mehr oben halten konnte, zog der Lehrer das Band an um ihm zu helfen.Freibad 11 Damit die Kinder sich an das kalte Wasser gewöhnen konnten, nahmen sie sich an den Händen zu einem Kreis, zählten in 10er Schritten bis 100 und tauchten dann unter. 

Der Eintritt war damals 10 Pfennig und am Kiosk gab es Getränke in Flaschen mit Strohalm, Schaumwaffeln und Lakritz, auch eine Art Schaumküsse die dann mit Holzlöffeln ausgelöffelt wurden.Die Familie Böke übernahm die Schwimmaufsicht, aber die Badegäste hatten schon sehr viel Freiheit. Springen vom Beckenrand war kein Problem.

Im Winter, wenn das Bad zugefroren war, wurde es auch als Schlittschuhfläche und zum Eisschollen hüpfen benutzt.

Horst Böke hat in einer tollen Art und Weise den Kindern erzählt wie`s früher war.

Dann gingen alle gemeinsam zum Becken und Horst Böke ging gefolgt von einer Kinderschlange durch das Planschbecken. Früher gab es auch schon ein Planschbecken, ein Nichtschwimmer- und ein Schwimmerbecken. Dann zeigte er den Kindern , wo das Wasser aus dem Silberbach abgeleitet wird, das war schon glitschig, aber alle gingen mit. Nun wurden Schlauchboote und Flöße auf`s Wasser gelassen, einige trauten sich zu schwimmen und alle hatten ihren Spaß.

Als Snack gab es für die Kinder Schaumwaffeln und Lakritzschnecken und auch ein Zitronengetränk in einer Flasche mit Trinkhalm. MMMHHH das schmeckt auch heute noch den Kindern!

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SONY DSC Es war ein schöner Nachmittag, als Erinnerung bekam jedes Kind ein Foto vom alten Leopoldstaler Freibad. Vielen Dank an Familie Böke und bis zum nächsten Mal bei:

Weißt du noch wie`s früher war…?

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SONY DSCAm 16.10.2013 ab 15.30 erzählte Erika Schierkolk 18 Kindern vom Herbst in Ihrer Kindheit. Frau Schierkolk lebt immer noch in ihrem Elternhaus und verbindet damit viele schöne Erinnerungen, das Haus ist 116 Jahre alt. Die großen Linden vor dem Haus, wurden damals gepflanzt als Schutz, denn da diese viel höher sind als das Haus, schlägt bei Gewitter dort zuerst der Blitz ein. Ihre Mutter war allein für die Kinder verantwortlich, denn ihr Vater war im Krieg. Nach der Schule musste sie zu Hause helfen und erst nach der Arbeit durfte sie mit ihren Freunden spielen. Die Kinder sind dann in den Wald gegangen und haben sich Buden gebaut und dort Äpfel versteckt, aber man musste höllisch aufpassen, dass die anderen Kinder diese nicht klauten. Äpfel waren damals viel Wert, wenn man beim Stehlen eines Apfels vom Baum erwischt wurde, kam der „dicke Polizist“ aus Horn und man wurde bestraft. Manchmal sogar mit einem Schlagstock. Aber auf jeden Fall 5 Mark Strafe, das war viel Geld. Die Erntezeit war eine ganz Besondere, mit viel Arbeit. Die Kinder an diesem Nachmittag durften je 6 Garben darstellen, die man zusammen eine Hocke nannte. Nach einer sehr schönen und ausführlichen Erzählung  hierüber, bei der die Kinder auch viele Fragen gestellt haben, wurde eine Pause gemacht. Erika Schierkolk hatte extra zwei Heuwagen als Kuchen gebacken, mit dicken Rädern, einer Absperrung an den Seiten und Korngarben. Die Kinder durften versuchen möglichst viele Garben auf dem Kuchenheuwagen zu stapeln. Gar nicht so einfach, wie das dann erst wohl früher in echt war?   Aber lecker schmeckte der Kuchen allen und es blieb auch nichts mehr übrig. Als Getränk wurde gelbe Sinalco angeboten, denn Erika Schierkolk erzählte, dass sie früher immer “ SISSI“ getrunken haben.

Nach der Pause erzählte sie von Ihrer Oma, die sie sehr lieb gehabt hat. Wenn Oma sie abends ins Bett brachte, erzählte sie ihr das Märchen von der REGENTRUDE (Theodor Storm). Die Kinder durften den Tanz des bösen Zwerges nachmachen und sprechen und erfuhren, dass die Regentrude zum Schluss doch geweckt werden konnte und es somit endlich nach langer Trockenheit wieder Regen im Land gab.

Den roten Hut des Zwerges durften sie, nach der Art wie Erika Schierkolk früher Zeitungshüte gebastelt hat, aus rotem Tonpapier nachbasteln. Ebenso ein Bild vom roten Zwerg ausmalen und beides als Erinnerung an diesen schönen und wieder sehr eindrucksvollen Nachmittag mit nach Hause nehmen:

Hier ein paar Eindrücke von diesem wieder tollen Nachmittag mit Dank an Erika Schierkolk , auch an Heidrun Titze als Helferin und Frau Hübner (Geschäftsführerin des Heimatbundes Lippe) für Ihren Besuch dieser Veranstaltung:

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Vielleicht sehen wir uns beim nächsten Mal am 11.12.13: Adventszeit als Kind, mit Heinz-Ludwig Urhahn.

Wer möchte kann sich schon jetzt anmelden, die Gruppenzahl ist auf 15 Kinder begrenzt.

 

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Weihnachtsschinken wie früher…!
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Am 11.12.2013 hatte der Heimatverein Leopoldstal,wieder zur besonderen Geschichtsstunde eingeladen.

Heinz – Ludwig Urhahn, ein gebürtiger Leopoldstaler erzählte den Kindern mit viel Gefühl und Einsatz von seiner Kindheir in der Advents – und Weihnachtszeit. 20 Kinder lauschten gebannt und waren mit ihm ergriffen, als er berichtete, dass sein Vater nicht lebend aus dem Krieg zurückgekommen sei.
Das war dann natürlich eine sehr traurige Zeit. Glück hatte die Familie Urhahn jedoch, dass sie auf dem Hof Tiere halten und einen Garten bewirtschaften konnten, so hatten sie immer genug zu essen.
Das Schlachten eines Schweines war damals in der Adventszeit etwas ganz besonderes. Die Kinder staunten wiedermal, wie wichtig es war sich mit Nahrung versorgen zu können.
Nachdem Ludwig-Urhahn genau berichtete, welche Wurst zubereitet  und auch Schinken geräuchert wurde, lüftete er einen unter einem Tuch versteckten Weihnachtsschinken.
Auch heute noch, räuchert Herr Urhahn selbst zu Hause in der Räucherkammer. die Kinder durften den leckeren Schinken mit einem Brot und Kräuterbutter kosten. Crispin: “ Ich mag eigentlich gar keinen Schinken, aber der schmeckt super !“
Als Getränk gab es diesmal warmen Apfelsaft, den Ludwig – Urhahn wie auch früher mit einem eigenen Gemisch aus Obst herstellen lässt.
Nach dieser Stärkung erzählte Herr Urhahn noch von dem Milchwagen mit Pferden davor, die die Milchkannen, die am Wegesrand abgestellt wurden zur Molkerei nach Horn brachten.
Auf dem Rückweg brachten die Fahrer immer Sauerrahm mit und wenn die Schweine im Stall die Kannen hörten, fingen sie schon an zu schmatzen. “ Das kann ich heute noch hören“ so Herr Urhahn.
Es ging darum, dass es früh dunkel wurde und es kein elektrisches Licht in jedem Raum gab.
Die Urhahn Brüder haben sich dann mit ihrer Oma in der Küche auf die Bank gekuschelt und diese hat Ihnen Geschichten erzählt. Bestimmt so schön wie Herr Urhahn das heute bei den Kindern gemacht hat.
Die Kinder durften erraten wie alt der Baum geworden ist, dessen Scheibe Heinz-Ludwig Urhahn mitgebracht hat. Leonora war fast dran, sie schätzte 116 Jahre und der Baum war 117 Jahre alt geworden. Sie wurde mit leckeren Keksen belohnt.
Der Heimatverein bedankt sich bei allen Kindern, Erzählern und Helfern in diesem Jahr, die dieses Projekt erst lebendig machen !
 

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                        Weißt du noch wie´s früher war…?
Krieg
Horst Priss erzählte für den Heimatverein Leopoldstal am Mittwoch den 5.2.14 ,was er in seiner Kindheit im Krieg erlebt hat. Horst Priss ist ein 1936 gebürtiger Leopoldstaler, der aber seit 1970 in Frankfurt lebt. Er informiert sich immer noch gern über alles, was in seiner Heimat geschieht und hat sich somit angeboten einen Nachmittag bei diesem Projekt zu gestalten.
Herr Priss nahm extra den weiten Weg auf sich, um hier den Kindern etwas zu erzählen. Nicht nur das, Herr Priss hatte sich bestens vorbereitet und den Kindern in gütiger , liebenswerter Weise die Zeit des zweiten Weltkrieges vermittelt. 20 Kinder lauschten gebannt den Berichten von Panzern, Tieffliegern, Baracken, Amerikanern die Schokolade verteilten und vieles mehr. Herr Priss verstand es, dieses doch ehr schwierige Geschichtsereignis der Deutschen, in kindgerechter aber doch wahrer Weise zu vermitteln. Z.B. berichtete er darüber, dass damals ja die Kinder noch nie einen Amerikaner mit dunkler Hautfarbe gesehen hatten. Als dann, die doch als böse vermittelten Amerikaner, nach Leopoldstal kamen, gab es großes Staunen. Zum Einen waren die Amerikaner sehr kinderlieb und nett, zum Anderen, versuchte ein kleines Mädchen die Farbe im Gesicht eines Amerikaners mit Spucke abzuwischen, aber das ging ja gar nicht. Ein Junge, Vincent fragte: „Was hat der Amerikaner dann gemacht?“

Herr Priss antwortete : “ Der hat gelacht!“

Als Snack gab es diesmal für die Kinder Haferflocken mit Kakao gemischt, wie früher und auch Sissi (Sinalco) war hier wieder das erwähnte Getränk. Das Flockengemisch wurde zunächst als sehr trocken empfunden, aber plötzlich kamen alle auf den Geschmack und in nullkommanix war eine ganze Tüte Haferflocken aufgefuttert. Auch Herr Priss war mit seinen Geschmacksnerven in früheren Zeiten versunken. Herrlich !     SONY DSC                   

Gespielt habe man als Kind gerne Schlagball. Horst Priss hatte für jedes Kind einen kleinen 80gr. Lederschlagball als Geschenk mitgebracht. In einem kleinen Korbballwettkampf errungen die Kinder an diesem Nachmittag eine Urkunde, die auch schon vorher von Herrn Priss für jedes Kind vorbereitet worden war. SONY DSC

Herr Priss war sich vorher sehr unsicher, ob er überhaupt mit Kindern umgehen könne und einen Draht zu ihnen finden würde, da er keine eigenen Kinder hat. Als ich das den Kindern im Anschluss erzählte , riefen sie einstimmig: UND OB  ER DAS KANN, es war super !

Vielen Dank an Herrn Priss für diese kindgerechte Erinnerung, auch an schwierige Zeiten !

Auch wieder Dank an Heidrun Titze, die mir als perfekte Unterstützung zur Seite stand !

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Nur der Schaffner mit der roten Mütze durfte dem Zug freie Fahrt winken

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Begeisterte 20 Kinder zwischen 6 – 12 Jahren, fanden sich am 09.04.14 zu einer weiteren Veranstaltung der besonderen Geschichtsstunde „Weißt du noch wie`s früher war…? ein.
Ulrich Kattner und Helmut Wächter
( beide ehem. Bahnarbeiter) entführten die Kinder in eine vergangene Zeit. Anhand von Dias wurde der Leopoldstaler Bahnhof mit seinem rot – verklinkerten Bahnhofshaus nahgebracht. Der Bahnhof war ein regelrechtes Schmuckstück, mit Blumenkübeln und einem gepflegtem Umfeld. Wenn Ulrich Kattner früher als Lehrling im Winter aufstand und den vielen Schnee sah, der ja damals immer lag, freute er sich nicht. Denn für den Lehrling hieß das: Raus zum Bahnhof und Schnee schüppen, bevor die Fahrgäste kamen. Ganz früher brauchten diese eine Bahnsteigkarte, um überhaupt erstmal auf den Bahnhof zu kommen. Herr Wächter kam in seiner alten Uniform der DB und brachte zur Freude aller Kinder verschiedene Mützen und Utensilien mit. Von einer Tröte über extra gefertigtes Porzellan für den Speisewagen. Die Kinder konnten voller Spannung ihr Heimatdorf Leopoldstal aus ganz anderer Zeit sehen. Es gab damals noch einen Kornspeicher am Bahnhof und man konnte noch die alte Tankstelle im Ort erkennen, eine Dampflok, das Büro im Bahnhofshäuschen und vieles mehr. Aus dem „Speisewagen “ gab es wie auch früher schon Heißwürstchen und wieder mal Sissi (Sinalco) , das war einfach zu der Zeit das angesagteste Getränk.
Zum Abschluss ist die Gruppe , mit Unterstützung von Herrn Niggemann und Herrn Walter auch ehemalige Bahnarbeiter die spontan Unterstützung angeboten hatten, zum kleinen Bahnhäuschen am Nelkenweg gegangen. Dort durften die Kinder mit Sicherheitsunterstützung der früheren DB Arbeiter und des vor Ort zuständigen Fachmannes , das Stellwerk besichtigen und verschiedene Funktionen ausprobieren.

Wieder einmal war es eine ganz besondere, individuelle und beeindruckende, ortseigene Geschichtsstunde. Der Heimatverein bedankt sich bei allen Erzählern und Helfern und den Kindern für diesen wieder kurzweiligen Nachmittag.

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Weißt du noch wie`s früher war am 02.07.2014 in der Alten Schule LeopoldstalSONY DSC
An diesem Nachmittag mussten sich alle 20 Kinder in einer Zweierreihe aufstellen und dann ging es gemeinsam in die Alte Schule. SONY DSCIm ehemaligen Lehrerwohnraum, dem heutigen Wohnzimmer der Fahrradpension, versammelten sich die Kinder mit den Erzählerinnen dieses nachmittages: Gretel Wodzinski und Christel Meier. SONY DSCNachdem zur Begrüßung wie immer das „Weißt du noch wie`s früher war…?“ Lied mit kräftigen Kinderstimmen gesungen wurde, durften sich die Kinder alles ansehen. Vom ehemaligen Eingang der Schule bis zu allen Räumen im unteren Bereich, auch das Außengelände wurde erkundet. Der Unterricht an sich, fand dann wieder im heutigen Wohnzimmer der Pension statt. Die Kinder lauschten gebannt,wie hart die Lehrer früher die Kinder bestraften, wenn jemand ungehorsam war. Schläge mit einer Fitzel, einem dünnen Stock, auf die Finger waren regelmäßig. Wenn die Pause zu Ende war , wurde gepfiffen, eine Schulglocke gab es damals nicht. Manchmal hatten die Kinder einfach keine Lust wieder rein zu gehen und überhörten ganz versehntlich das Pfeifen. Wenn sie dann aber doch irgendwann zurückkamen standen an der Tür rechts und links ein Lehrer und zum reinkommen gab es erstmal eine Backpfeife. Ja , da staunten die Kinder beim Erzählen.
Von vielen anderen Streichen, Unterrichts – und Klassenformen, vom Sportunterricht im Saal einer Gaststätte mit doch schon morschen Balken unter dem die Kühe im Stall standen und muhten und vielen Erinnerungen mehr wurde berichtet. In der Pause gingen alle Kinder, wieder in Zweierreihen zum Platz der ehem. Gaststätte Perret und bekamen dort eine Schulspeise. Es wurde Kakao mit einer historischen Kelle in Becher gefüllt und für jeden gab es ein kleines Brötchen dazu.SONY DSC
Der Heimatverein Leopoldstal bedankt sich bei Gesine Bahn und Margret Hanneforth für deren Einladung in ihre wunderschöne Alte Schule, die diesen Nachmittag so perfekt gemacht hat.

Auch wünscht der Heimatverein, insbesondere Heidrun Titze und Stephanie Brinkmann , als Team, allen Kindern und ihren Familien noch weiterhin schöne Ferien. Bis bald !!!

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“ Ein Nachmittag zum rundum glücklich sein“

Zitat von Gerlinde Winter, Mutter von Maya
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Am 24.9.14 trafen sich diesmal über 20 Kinder mit Gummistiefeln und robuster Kleidung , bei herrlichem Herbstwetter an der Grillhütte in Leopoldstal.

Der Heimatverein ,  hatte erneut zur Veranstaltung : „Weißt du noch wie`s früher war…?“ eingeladen. Geführt wurde dieser Nachmittag von Heidrun Titze als gebürtige Leopoldstalerin und Ihrem Mann Klaus.

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Die Kinder wurden in eine Jungen- und eine Mädchengruppe aufgeteilt. Die Jungen gingen mit Klaus Titze zum Bach unterhalb der Hütte. Dort wurde mit vereinten Kräften ein Staudamm gebaut. Alle  Jungs packten feste mit an und gemeinsam wurde so manch großer Stein und viele umherliegende Äste herangeholt. Der Höhepunkt war eine von Klaus Titze schon vorbereitete Mühlenanlage , die mit  durch ein Rohr laufendes Wasser angetrieben wurde. Die Jungen waren stolz und voller Eifer dabei, die Zeit verging viel zu schnell.

Heidrun Titze ging mit den Mädchen oberhalb der Hütte in den Wald, mit einem Handfeger und schon gesuchtem Moos bestückt.Die Bäume dort oben sollten in Puppenhäuser umgewandelt werden. Als Heidrun Titze sich niederkniete und voller Eifer die Blätter um den Baumstamm wegfegte, mit dem Moos ein Sofa baute und den Kindern erzählte , wie sie das früher gemacht haben, gab es viele staunende Gesichter. So richtig verstanden die Mädchen erst nicht was jetzt passiert, aber plötzlich war die Kreativität geweckt. Es entstanden um die Bäume Häuser mit Schlafzimmern, sogar mit Ankleidezimmer, Küchen und Wohnzimmer. Gärten wurden  gestaltet, mit kleinen Zweigen wurden liebevoll Zäune ums Grundstück gebaut. Die Mädchen hatten immer neue Ideen.

Als Snack zwischendurch gab es diesmal aus Erinnerung vom Ehepaar Titze, Weißbrot mit Butter und Zucker und als Getränk Wasser mit Himbeersirup. Die Kinder fanden das super lecker und konnten die Kindheitserinnerungen von den beiden regelrecht schmecken.

Als Abschluss wurde noch ein altes Ballspiel gemacht und schon war die Zeit um .
Vincent 7 Jahre sagte : “ Ich hab mich so frei gefühlt „

Im Namen des Heimatvereines bedankt sich Stephanie Brinkmann bei Heidrun und Klaus Titze und natürlich bei allen teilnehmenden Kindern.

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SONY DSC     das Nachmittagsbüffett
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So wurde früher Pickert gebacken
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An einem weiterem Nachmittag zur Reihe . „Weißt du noch wie`s früher war …!“ entführte Elsbeth Begemann die Kinder in ihre eigene Kindheit. „Wir kamen ursprünglich nicht von hier und als mein Vater damals bei Arbeitskollegen das erste Mal zum Pickertessen eingeladen war, hinterließ dies ehr einen unangenehmen Eindruck!“

Damals waren Kriegsjahre und es musste gespart werden, dehalb wurde die Pfanne nur ganz eben mit einer Schwarte ausgerieben. Leider wurde dann der Pickert ehr trocken. “ Mein Vater, der vorher noch nie Pickert gegessen hatte, kam nach Hause und stellte fest, wenn Pickert so schmeckt , dann braucht er in meinem Haus nicht gemacht zu werden.“
Aber seine Frau, zeigte ihm wie Pickert in Öl gebacken, ein wahrer Genuss war.
Elsbeth Begemann zeigte den Kindern die Arbeitsgeräte von früher. Einen Messbecher, einen Holzlöffel, ein Mehlsieber und viele einzelne Werkzeuge für die Küche. Der Ofen war der Stolz einer Frau, er musste immer blank geputzt sein. Welche Zutaten gehören zum Pickert und wie wurde der Teig hergestellt. Zum Pickert trank man damals Muckefuk. Den Namen fanden die Kinder sehr interessant. Kaffee aus Korn, den auch Kinder tranken.
Auf dem Tisch weckte die ganze Zeit eine riesengroße Pudelmütze die Neugier der Kinder. Als Elsbeth Begemann dann das Geheimnis lüftete, sah man große Augen. Eine Mütze die den Kaffee warm hält. Ja, so war das früher. Alle Kinder durften die dicken Pickertkartoffeln reiben und Kaffeebohnen selber mahlen, ein herrlicher Duft zog durch die Heimatstube.
Die Leopoldstaler Kinder haben alle den Pickert und auch den Muckefuk probiert, um zu schmecken, wie es früher war.
Zur Erinnerung hatte Elsbeth Begemann für jedes Kind ein kleines Glas Pflaumenmus und ein Pickertrezept vorbereitet, welches die Kinder gern mit nach Hause nahmen.
Jetzt wird wohl in der nächsten Zeit in einigen Leopoldstaler Familien Pickert gebacken.:-)
Ich bedanke mich bei allen Kindern für die rege Teilnahme auch in diesem Jahr, bei Heidrun Titze für die tatkräftige Unterstützung aller Veranstaltungen und insbesondere bei Elsbeth Begemann für diesen wunderbaren Nachmittag.
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“ Wir haben früher plattdeutsch gesprochen“ , erzählte Kurt Rohlfs am 11. 2. 15 den Kindern bei der Veranstaltung : “ Weißt du noch wie´s früher war…? „

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Mit einem Dialog eröffneten Frau und Herr Rohlfs den Nachmittag:

„Die Frau wollte nach Horn und fragte ihren Mann, ob er mit wolle. Dieser antwortete, dass er im Garten Kartoffeln aufsuchen muss und nicht könnte. aber sie solle ihm doch einen Pickert vom Bäcker mitbringen.“

Erstaunlicherweise konnten sehr viele Kinder diesen Dialog auf PLATT verstehen, ich war wirklich sehr beeindruckt. Zunächst erklärte Herr Rohlfs den Kindern die plattdeutsche Aussprache und das viele Wörter viel enger mit der Bedeutung zusammenhängen, als hochdeutsche Wörter.

Z.B.:  Höpper = Frosch    denn der höppert / hüpft ja

Herr Rohlfs stellte den Kindern Rätsel auf Plattdeusch z.B.:

Eck `weut eun Ding, hät sieben Huiè un bitt olle Lui `e.    =

Es war ein Ding, hat sieben Häute und beißt alle Leute .  🙂 die Zwiebel

Oder auch Sprüche Z.B.:

Wat de Kopp vergett, möt `t de Beune nohalen  =

Was der Kopf vergisst, müssen die Beine nachholen.

Die Kinder fanden das sehr interessant und auch witzig.

Eine Liste mit Wörtern wurde von Herrn Rohlfs vorbereitet, die die Kinder im Team übersetzten konnten.SONY DSCSONY DSC

 

 

 

 

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SONY DSCSONY DSCDie Frau Titze bereitete schon den Snack vor, denn die Kinder sollen ja auch immer schmecken wie es früher war. Es gab warmen Kakao und Kröppels. Das sind kleine Teigkügelchen , die von Frau Rohlfs vorbereitet wurden.

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Eifrig übersetzten die Kinder die plattdeutschen Wörter, mit und ohne Hilfe, je nach Alter.

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SONY DSCMhmhmhmhmhmh  lecker …

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SONY DSC       Pottlicker …SONY DSC

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SONY DSCEs war wieder ein ganz besonderer Nachmittag. Diesmal mussten die Kinder wirklich lange sitzen und auch zuhören , durften aber auch Fragen stellen und nachsprechen.

Herr Rohlfs hat auch das Leopoldstaler Sünte Märten Lied mit den Kindern gesungen.

 

„Wer weiß, vielleicht staunen dieses Jahr am 10.11. viele Menschen über ein plattdeutsch gesungenes Lied… !“

 

 

 

 

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“ Weißt du noch wie`s früher war… ?“  am 15.04.2015 mit Ingrid Erbel und Rudi Ovenhausen

Dieser Nachmittag brachte den Kindern wieder einiges aus der Vergangenheit in Leopoldstal nah. Die Geschwister Ovenhausen , die 1949 in die extra von der Möbelfabrik erbauten Häuser im heutigen Buchenweg gezogen sind, waren damals 2 und 4 Jahre alt. Die Keller der Häuser wurden von Hand ausgeschachtet, es war unglaublich viel Arbeit so ein Haus zu bauen.

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Rudi Ovenhausen konnte den Kindern vieles von der großen Möbelfabrik Brand, die von August Brand 1911 gegründet wurde, erzählen. Es wurden noch Bilder von den damaligen LKW´s , mit denen Herr Ovenhausen auch oft mitfahren durfte, gezeigt. Ein Foto von der doch recht stattlichen Firma im Ort, brachte die Kinder zum staunen. Herr Ovenhausen erzählte den Kindern, dass er sich nachmittags oft heimlich mit Freunden in die Farbrik geschlichen hat , um diese zu erkunden. Kenneth , 9 J fragte : “ Wurdet ihr dann vom Chef erwischt ? “ “ Ja klar, auch manchmal, dann mussten wir aber rennen,“ antwortete Rudi Ovenhausen und das sind immer die Augenblicke , in die sich die Kinder gut reinfühlen können. Diese Augenblicke verbinden, denn die „Großen“ waren ja wirklich auch mal Kinder !SONY DSC

Der Vater von den beiden, betreute den Fuhrpark der Geschäftsleute Brand und war auch deren Chauffeur. Das war schon was besonderes, wenn die Brand – Kinder am Sonntagnachmittag ausgefahren wurden. Der Strom in der Firma wurde selbst hergestellt und mit dem Abdampf wurde geheizt. Eine Dampfpfeife signalisierte den Mitarbeitern den Arbeitsbeginn, die Mittagspause und Feierabend. Viele Menschen aus dem Ort richteten sich in ihrem Tagesablauf nach der Pfeife der Möbelfabrik. Mittags brachten die Frauen ihren Männern Essen und man konnte im Sommer so manches Mal die Männer auf der Mauer draußen sitzen sehen und Pause machen. Es gab sogar schon einen Fahrstuhl in der Möbelfabrik.

Frau Erbel erzählte den Kindern von ihren eigenen Erinnerungen, denn die Jungen ließen die Mädchen meist nicht mitspielen. 🙁

Es wurden Schlittschuhe, Rollschuhe und Gleitschuhe aus der Zeit gezeigt. Unglaublich, dass man damit fahren konnte.SONY DSC

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In jedem der Häuser im heutigen Buchenweg wohnten 2 Familien und alle hatten noch einen Stall und einen Garten, denn man musste sich ja weitgehend selbst versorgen. Im unteren Haus der Straße wohnte ein Schneider, der das Dorf mit Kleidung bestückte. Einfach so in den Laden gehen und eine neue Hose kaufen, das gab es früher nicht. Ingrid Erbel erinnert sich gerne, dass sie oft den Schneider Hinnenthal besucht und ihm einfach nur zugeschaut hat, wie er in seinem Schneidersitz auf dem Tisch saß und nähte. Als sie dann erzählte, dass ihr eine neue Hose beim Räuber und Gendarm spielen kaputt gegangen sei, konnten die Kinder gut nachfühlen, wie die Mutter mit ihr geschimpft hat. Das Schwein Jolante, welches bei Ovenhausens ein herrliches zu Hause hatte, wurde jeden Tag von Frau Erbel gebürstet und war das schönste Schwein in der Straße ! 🙂

Wenn Ingrid Erbel Samstagmittags aus der Schule kam, roch es beim reinkommen im Haus schon wunderbar nach Gugelhupf. Den gab es jeden Samstag und das war einfach Wochenendgefühl und was ganz besonderes.SONY DSC

Deshalb gab es für die Kinder zum „Geschichte“ schmecken auch von Frau Erbel gebackenen Gugelhupf und als Getränk der Erinnerung, wie bei den meisten Vorgängern auch :

Sinalco !

Besonders schön war die Erinnerung der Glanzsammelbildchen, einige kennen die vielleicht von Poesiealben. Da man ja sparen musste, durften zum Sammeln nur alte Schulhefte benutzt werden, die Blätter wurden zur Hälfte genickt und dort wurden die Glanzbildchen aufbewahrt. Ein Schatz für jedes Mädchen !SONY DSC

 

Frau Erbel erzählte vom Murmelkickern und wie man sich im Schotter Löcher gebuddelt hat um um die Wette kickerte. Das haben wir dann mit den Kindern auch draußen noch gespielt und da Ingrid Erbel den Kindern erzählte, dass sie früher die Murmeln immer in einer Tasche dabei hatten, wundert es sicher nicht, wenn demnächst in Leopoldstal wieder viel mit Murmeln gespielt wird.SONY DSC  SONY DSC

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Frau Erbel hatte als Erinnerung zum nach Hause nehmen für die Kinder kleine Säckchen mit Murmeln besorgt und auch Glanzbildchen für vielleicht ein Sammelheft.

 

Vielen Dank an Ingrid Erbel und Rudi Ovenhausen für diesen wunderbaren Nachmittag.

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GERADE STEHN UND HALTUNG…

… das war der Beginn jeder Sportstunde an die sich die beiden gebürtigen Leopoldstaler erinnern können. Es waren schöne Zeiten, so erzählten sie den Kindern.  Fast jede Familie in ihrer Kindheit war im Sportverein, man ging gleich mit den Eltern mit und war dabei. Fußball war in Leopoldstal gar nicht so beliebt. Turnen an Geräten, also Leichtathletik in schönster Form, wie die Kinder auf alten Bildern bestaunen durften. Im Saal der Gastwirtschaft „Zur Linde“ wurde geturnt und umgezogen hat man sich im Friseursalon, der sich genau neben der Gaststätte befand. Auf den Waschbecken und Stühlen wurde Kleidung abgelegt. Jungen und Mädchen turnten getrennt und Genauigkeit war sehr wichtig.
Anhand von Fotos aus der Zeit , konnten die 21 Kinder an diesem Nachmittag nachempfinden wie es damals war. Dieter Begemann erinnerte sich auch, dass damals auf dem Saal der Linde  Kinovorführungen gezeigt wurden. Dort gab es immer Schokolinsen – “ die knackten so schön beim kauen, wenn es im Kino still war“ erinnert sich Herr Begemann mit leuchtenden Augen. Zum schmecken wie es früher war, erinnerten sich die beiden an leckeres Hefegebäck und natürlich wieder Sinalco, was die Kinder auch selbst schmecken durften. Danach gab es noch einen ganz aktiven Teil in der Turnhalle Leopoldstal. Vom Sackhüpfen bis Eierlaufen, Mannschaftspielen und Dosen werfen bis hin zu einer aus Kindern gebauten Pyramide. Gerhard Schliemann hatte insbesondere diesen Teil mit viel Details vorbereitet, es war herrlich zuzusehen. Kinder im Alter von 6 – 12 Jahren wurden zu Mannschaften und erlebten einen sehr aktiven Nachmittag. Als Abschluss und Erinnerung bekam jedes Kind einen Orden, der extra von Gerhard und Franziska Schliemann gespendet wurde, sogar mit dem Datum 24.06.2015 darauf. Dieter Begemann gab seine geschmacklichen Erinnerungen der Schokolinsen den Kindern als Erinnerung mit auf den Heimweg.
Wiedermal ein „geschichtsreicher Nachmittag“ bei dem ganz klar wurde, dass heute für die Kinder manches viel lockerer und partnerschaftlicher ist, als zu früheren Zeiten.
Der Heimatverein, insbesondere Stephanie Brinkmann als Projektleiterin, bedankt sich für die aktive Gestaltung durch die Erzähler und Heidrun Titze als Helferin und wünscht allen Kindern superschöne Sommerferien !

 

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“ Weißt du noch wie`s früher war…? „
mit Gerhard Schliemann und Dieter Begeman

“ So haben wir früher Sport gemacht “
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PS. Mehr Bilder sind wieder auf der Veranstaltung für die Erwachsenen im Januar 2016 zu sehen 🙂

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Der Heimatverein Leopoldstal als Veranstalter, hatte am 9.9.15 mit den Erzählern Rainer Kleine und Michael Meier, beide gebürtige Leopoldstaler, zum besonderen Geschichtsnachmittag eingeladen. Zur Begrüßung und als Eintritt bekam jedes Kind den
 “ Cherry Pie – Jugendheim – Leopoldstal “ Stempel auf den HandrückenSONY DSC

und sie sollten, mit einem zwinkernden Auge gesagt, 50 Pf Eintritt bezahlen. Da war bei manchen Kindern schon das erste Fragezeichen im Gesicht zu lesen. Rainer Kleine erzählte in seiner noch original TeddyjackeSONY DSC

von Schallplatten und wie diese aufgelegt wurden und von der Musik überhaupt. Michael Meier konnte die Erinnerungen mit vielem bereichern,was die Aktivitäten überhaupt, der Jugendlichen um 1968 betraf. Vieles wurde in Eigenregie organisiert, oft traf man sich im Jugendkeller. Auch zum  Fernseh schauen, denn es gab noch nicht in allen Häusern einen Fernseher. Für die Jugendlichen war es ganz wichtig nach der Konfirmation endlich ins Jugendheim gehen zu dürfen. Gemeinschaft, Spaß haben und eine tolle Zeit verbringen.

“ Wir hatten eine wunderbare Jugend,“ erzählten die beiden Männer mit strahlendem Blick. Ein besonderer Geheimtipp war noch die heutige Mischpultkabine, da waren früher nur Matrazen und Kissen drin. “ Wenn ein Junge , ein Mädchen nett fand , schlichen sich die beiden gern in diese `Knutschecke`und da wurde auch schon mal geküsst,“ so die beiden Erzähler verschmitzt. Ringsum die Tanzfläche standen wohl Bänke und am Anfang eines Abends saßen sich Jungen und Mädchen gegenüber und schauten erstmal, wer so da ist. Nachdem der immer gleiche Beginnsong gespielt wurde, lockerte sich dann alles auf und alle tanzten. Samstagabends und auch Sonntagnachmittags konnten die Jugendlichen den Jugendkeller nutzen. Ältere, über 18 jährige Jugendliche übernahmen die Schlüsselübergabe und auch Aufsicht und jeder wies sich gegenseitig in die Schranken, falls es mal nötig sein sollte. Es klappte immer super, manchmal waren es bis 100 Personen die einfach nur zum Fernseh schauen kamen.Natürlich wurden dann auch Schallplatten aufgelegt, einige Kinder kannten diese gar nicht mehr und schauten sich den Vorgang sehr genau an. Es wurde getanzt, die Haare wild geschleudert,SONY DSCwie die Jugendlichen es früher zu Rockmusik machten.. Beide Generationen tanzten und feierten an diesem Nachmittag.
Die Kinder sollen ja auch immer Vergangenheit schmecken und deshalb gab es, wie auch damals: Hot dogs mit Sauerkraut. Das fanden einige Kinder zunächst ehr unangenehm, aber fast alle probierten und befanden es als lecker. Fanta – Sinalco und Bluna wurden angeboten, wie auch früher im Cherry Pie, denn es gab keinen Alkohol. Besonders war die Schallplatte der Band KRAAN, die auf dem gut Wintrup ihren Wohnsitz hatte. Eine schon berühmte Band, ganz aus unserer Nähe. Viele Jugendliche zog es in ihrer Freizeit zum Gut , um dort die Musikeratmosphäre mit zu erleben und zu genießen.

 

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Auch diesmal war es wieder ein ganz besonderer Nachmittag und der Heimatverein Leopoldstal bedankt sich herzlich bei beiden Erzählern.
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Advents – und Weihnachtszeit bei dir und mir

IMG_0120_2Erzählnachmittag aus der Reihe „Weißt du noch wie`s früher war…“ am 25.11.2015
mit Gisela und Friedhelm Urhahn und Günther Brandt
Die erwachsenen Erzähler werden in nachfolgendem Text nur mit ihrem Vornamen benannt, da sie sich an ihre Kindheit in Leopoldstal erinnern.

22 Kinder fanden sich am Nachmittag in der Heimatstube ein um den Erzählungen der Erwachsenen zu folgen.

Ein buntes, zuckersüßes Lebkuchenhaus stand bereits auf dem Tisch und konnte nicht übersehen werden. Natürlich wollte hier jedes Kind gleich naschen aber zunächst wurde wie immer das „Leopoldstal-Lied“ gesungen, welches viele Kinder schon auswendig kennen.

Friedhelm, geboren im Jahr 1940, Gisela und Günther, beide Jahrgang 1943 berichteten über ihre Kindheitserinnerungen aus der Advents- und Weihnachtszeit. Gisela und Günther waren früher Nachbarn und Sandkastenfreunde, heute ist Gisela mit Friedhelm schon viele, viele Jahre verheiratet.

„Was war damals anders als heute?“ fragte Friedhelm in die Runde – „nun“ so antwortete er selbst darauf: „Es war Krieg, die schlechte Zeit.“ An die Kriegszeit selbst hatten die Erzählenden kaum noch Erinnerungen aber die Nachkriegsjahre waren entbehrungsreich, Lebensmittel waren knapp und schwer zu beschaffen, die Eltern mussten sich Einiges einfallen lassen um dem Weihnachtsmann zuarbeiten zu können.

Doch vor der Adventszeit gab es immer noch das „Sankt-Martins-Fest“, Laternesingen, am 10.November. Und die Laternen brauchte man dabei damals wirklich, denn Straßenbeleuchtung gab es in dieser Zeit kaum in Leopoldstal.
Es war dunkel, der Winter war lang und es gab viel Schnee, „4-6 Wochen“, wie Günther berichtete. Die Kinder fuhren Ski, es gab tief verschneite Winter, man konnte nicht mehr mit dem Auto fahren, die Wedderlage Richtung Horn war steil und manchmal musste man das Auto stehen lassen und zu Fuß nach Hause gehen.
An „Sünte Märten“, wie der Sankt-Martins-Tag genannt wurde, gab es bei der Familie Brandt immer Stutenkerle für die singenden Kinder, die mit ihrer Laterne vor dem Haus standen.
Alle Kinder des Dorfes nahmen den teilweise weiten Weg in Kauf, um sich bei Familie Brandt den süßen Hefeteigmann mit der Tonpfeife abzuholen, denn so etwas geschenkt zu bekommen war etwas ganz Besonderes! Obwohl es im Dorf ganz dunkel, kalt und unheimlich war, war es den Kindern wichtig, sich bei Brandts den Stutenkerl abzuholen. Günther erinnerte sich, daß die Stutenkerle immer extra beim Bäcker Seidensticker bestellt wurden. Und zwar 300 (!) Stück. So viele Kinder kamen damals rund.

Bei der Familie Urhahn, die in einem Bauernhaus lebte, ging es dagegen bescheidener zu, so wie bei den meisten Leopoldstaler Familien. Dort gab es zu „Sünte Märten“ das, was die Natur hergab: Nüsse, Äpfel und sonst nichts.
Gisela, Friedhelm und Günther stimmten das alte „Sünte Märten“-Lied an, dessen Text heute kaum noch ein Kind kennt. Aber früher sangen die Kinder auch das uns noch heute bekannte Lied „Ich gehe mit meiner Laterne…“ und hier stimmten die Leopoldstaler Kinder von heute mit ein.

Gisela leitete danach zur Advents- und Weihnachtszeit über: „Die Adventszeit war eine heimelige Zeit, Plätzchenduft im ganzen Haus und besonders in der Küche. An dem rosaroten Himmel erkannten wir, daß das Christkind auch gebacken hat. Plätzchen backen war in dieser schlechten Zeit, als Lebensmittel knapp und teuer waren, etwas ganz, ganz Besonderes für die Menschen.
Die Kinder äußerten ihre Weihnachtswünsche, ob sie in Erfüllung gingen, wusste man nicht. Größere Kinder bastelten auch, so wie heute.

Bei Friedhelm im Bauernhaus gab es dagegen immer Arbeit. „Mutter versorgte die Tiere und auch wir Kinder mussten oft mithelfen. Ich habe zum Beispiel gerne den Fußboden gebohnert. Adventliche Stimmung kam erst am Wochenende, oft auch nur am Sonntag auf. An den Wochentagen hielten sich die Familienmitglieder nur in der Wohnküche auf, nur dort wurde der Ofen geheizt. Die Wohnstube wurde nur an Feiertagen und an Weihnachten genutzt und auch nur dann beheizt. Weil es so kalt war, mussten wir Jungs lange, kratzige Wollstrümpfe tragen. Auch als wir schon 8–9 Jahre alt waren. Die dicken Wollpullover waren auch nicht angenehm auf der Haut.
In einem Jahr in der Adventszeit erhielt meine Mutter die traurige Nachricht über den Tod meines Vaters, er war im Krieg gestorben und dieses Erlebnis läßt mich bis heute nicht los.“
Aber auch bei Familie Urhahn gab es einen schönen Adventskranz.

Friedhelm zog nach seinen Erzählungen seine Mundharmonika aus der Hosentasche und spielte das „Sankt-Martins-Lied“ und „Bald ist Nikolausabend da“.

„An Nikolaus bekamen nur die guten und lieben Kinder etwas geschenkt.“ Günther trug das Gedicht „Knecht Ruprecht“ vor. Auf seine Frage, ob der Nikolaus auch heute noch zu den Kindern ins Haus kommt, antworteten viele Kinder „Ja!“ Und Friedhelm erzählte, was am Nikolausabend im Bauernhaus passierte: „Der Nikolaus polterte an die Tür! Er hatte alle Dummheiten der Kinder auf einem Zettel stehen. Er war nicht ganz so schön angezogen wie der Nikolaus heute und er hatte eine Rute. Diese bestand aus Birkenzweigen, welche mit einer roten Schleife zusammengebunden waren. Damit bekamen die frechen und bösen Kinder etwas auf den Hintern.“

In der Pause bestaunten die Kinder den wunderschönen bunten Teller mit vielen Süßigkeiten und den von Gisela selbstgebackenen Plätzchen, das imposante Lebkuchenhaus und den schönen Adventskranz mit den dicken roten Schleifen. Es gab Apfelsaft gegen den Durst. Gisela hatte die Mühle (eine Art Fleischwolf) mitgebracht, die man zur Herstellung der Weihnachtsplätzchen brauchte. Diese konnten die Kinder ausprobieren und sie drehten fleißig. Zwar kam kein Teig heraus aber es machte trotzdem Spaß.
Großen Anklang fand auch Friedhelms Akkordeon, das von einigen Kindern ausprobiert wurde.

Gisela hat auch einige Bücher mitgebracht und liest passend zur Kulisse des Lebkuchenhauses „Hänsel und Gretel“ vor und stimmt das Lied aus einem alten Schulliederbuch an.

Womit spielten Gisela, Friedhelm und Günther in der Adventszeit? Friedhelm und seine Freunde spielten viel draußen, bauten eine Bobbahn im Schnee. Sie besaßen handgefertigtes Holzspielzeug, versteckten sich auf dem Kornboden und fingen Mäuse in der Kornkammer. „Was habt ihr dann mit den Mäusen gemacht?“ „Nun ja“, antwortete Friedhelm etwas schelmisch „…die mußten ihr Leben lassen…so grausam war das“. „Und seid ihr davon nicht krank geworden?“ – „Nein, wir waren robust!“
„Aber die Adventszeit war ja auch zum Lesen da.“ erinnerte Gisela. Sie und Günther spielten auch mit Indianern, Cowboys und Zinnsoldaten.

An ein ganz besonderes Weihnachten erinnerte sich Gisela als sie damals bei ihrer Familie in Geilenkirchen zu Besuch war. Sie erwartete einen Puppenwagen und freute sich sehr darauf aber sie bekam nur eine Puppenstube! „Das war die größte Enttäuschung in meinem Leben!“ Die Puppenstube hatte sie mitgebracht. Auch wenn es damals eine große Enttäuschung für sie war, hat sie dieses Spielzeug doch bis heute, so viele und lange Jahre aufbewahrt!

Für Friedhelm war die die Zeit vor Weihnachten am allerschönsten. „ An Heiligabend gingen wir mit der Familie nachmittags in die Kirche, im Anschluss war dann die Bescherung. In einem Jahr lag dann ein Akkordeon unter dem Baum. Das stand nicht auf dem Wunschzettel und ich weiß nicht, wie meine Mutter das damals gemacht hatte. Da war ich 8 oder 9 Jahre alt. Das war surreal, das ist wie wenn ein Traum Wirklichkeit wird! Dieses Erlebnis prägt mich bis heute. Woher konnte der Weihnachtsmann das wissen, daß ich mir so sehr ein Akkordeon wünschte?“
Günther hatte noch vier Geschwister. Bei Familie Brandt gab es einen großen Weihnachtsbaum, der mit Lametta, Süßem und bunten Kugeln geschmückt war. „Die Wohnzimmertür war verschlossen und wir Kinder mussten zunächst ein Gedicht aufsagen, erst dann gab es die Geschenke“, erinnerte er sich.

Ein schöner Erinnerungsnachmittag für die Kinder und Erzähler in der Heimatstube Leopoldstal geht zu Ende. Zum Abschluss sang Friedhelm mit allen noch „Eine Kerze leuchtet“.

Gisela hatte Plätzchen für die Kinder gebacken und jedes bekam ein eigenes Tütchen, sogar mit altem Rezept zum Nachbacken.

Aber auch Günther hatte noch eine besondere Überraschung für die Kinder. Er überreichte jedem Kind einen Stutenkerl, mit einer echten Tonpfeife, so wie früher. Und dabei leuchteten seine Augen und ich glaube, er fühlte sich, als stünde er in der Haustür seines Elternhauses an einem kalten, verschneiten, dunklen Sankt-Martins-Abend, so wie vor vielen, vielen Jahren als er damals 300 Stutenkerle an die Leopoldstaler Kinder verteilte.
Heute waren es 22 glückliche und zufriedene Kinder!
Marion Petringmeier

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Erzählnachmittag aus der Reihe „Weißt Du noch wie`s früher war….“ am 24.02.2016

mit Heinz Willi Görmann
http://www.hoeckmann.de/images/lippe.gif
23 Kinder fanden sich  in der Heimatstube Leopoldstal ein um zu erfahren, was es mit der
Grenze zum Nachbardorf Sandebeck, den vielen Grenzsteinen und dem alten Zollhaus in
Leopoldstal auf sich hatte. Hierauf hatte sich Heinz­ Willi Görmann vorbereitet und sich Einiges zu
diesem Thema überlegt.
Wie immer stimmten sich die Kinder mit dem „Weißt Du noch wie`s früher war…“­Lied auf
diesen Nachmittag ein und begrüßten somit gleichzeitig den Erzähler.
Was sind überhaupt Grenzen, woran konnte man diese erkennen und was haben diese Grenzen für
das Zusammenleben der Menschen bedeutet?
Den Kindern waren einige Grenzen durch Urlaubsfahrten bekannt: Die Grenze zu Italien, Holland,
oder Kroatien etwa. Sie hatten schon von Zoll­ und Mautstellen gehört. Grenzen erkennt man an
Schildern.

Aber wir müssen ja gar nicht so weit fahren, um zu einer Grenze zu kommen.

Heinz­ Willi Görmann erklärte anhand einer alten Karte, wo sich das Fürstentum Lippe und das
Fürstbistum Paderborn befand und wie die Grenzen in Westfalen verliefen und auch heute noch verlaufen.
Eine weitere alte Karte zeigt den Bereich Leopoldstal – ­Sandebeck.
Leopoldstal lag im evangelisch geprägten Fürstentum Lippe und Sandebeck im katholischen Fürstbistum Paderborn.
Leopoldstl
Mit Heinz­ Willi Görmanns Hilfe konnten sich die Kinder auf der Karte orientieren. Denn Kartenlesen ist
schwierig und gar nicht so einfach!
Die schwarze Linie kennzeichnet die Grenze zwischen Leopoldstal und Sandebeck. Sie verläuft
genau im Bangern. Viele Kinder kannten den Bereich, dort wo der „Blumengarten“ und die
Kläranlage ist.
Auf der Karte ist die Bahnlinie eingezeichnet. Die Kinder erkannten, wo sich der Bahnhof und der
Sportplatz, auch heute noch, befinden. Mit Hilfe dieser markanten Punkte konnten die Kinder dann, ihr eigenes
Haus auf einer kleineren Kopie der Karte einzeichnen.
Um die Grenze zwischen dem Fürstentum Lippe und Fürstbistum Paderborn zu kennzeichnen,
wurden viele Grenzsteine entlang der Grenze aufgestellt. Die Steine sind aus Sandstein und sind
behauen. Sie zeigen auf der nach Leopoldstal zugewandten Seite eine Lippische Rose und auf der
nach Sandebeck zugewandten Seite ein Kreuz. Bei Spaziergängen durch den Wald kann man sie
finden: z.B. auf der Velmerstot oder entlang des R1 in der Nähe des „Blumengarten“.
Herr Görmann erklärte auch, dass alle Grenzsteine durchnummeriert sind.
In der Pause gab es natürlich Schmackhaftes wie Früher: Graubrot mit Rübenkraut und
Pfefferminztee! Dazu dicke Karamellbonbons. Lecker!
Gut gestärkt ging es dann nach der Pause weiter. Die Kinder konnten kleine Häuschen auf eine
„XXX­L“­Karte aufkleben. Und zwar dort, wo sie heute wohnen. Einige markierten die Grenze
zusätzlich mit kleinen Grenzsteinen aus Styropor.
Doch was bedeutete es früher für die Menschen, an der Grenze zu wohnen?
Es gab Zollkontrolle und Zollwache. Ganz früher, so wie es auch Herrn Görmann selbst als Kind erzählt wurde, musste, wer die Grenze überschritt, sich anmelden und eine Glocke läuten. Das war in Leopoldstal eben am alten Zollhaus, welches heute auch noch, umgebaut und renoviert in Leopoldstal zu finden ist.
Und warum gab es überhaupt diese Grenzen? Weil alle Untertanen Steuern zahlen mussten. Die
Leopoldstaler an den Fürsten in Lippe und die Sandebecker an den Bischof in Paderborn.
Die Leopoldstaler waren zum größten Teil evangelisch. Die Katholiken aus Leopoldstal mussten
früher ins katholische Sandebeck zur Schule gehen.
Heinz­ Willi Görmann hatte echte Steine („Grenzsteine“) mitgebracht, die von den Kindern mit der
Lippischen Rose, einem Kreuz oder eigenen Kreationen verziert wurden. Diese wurden als
Andenken an den Nachmittag mit nach Hause genommen.

Abschließend wurde das „Weisst Du noch wie`s früher war…“­Lied von einigen Kindern auf Platt
gesungen, schließlich wurde das im letzten Jahr nicht umsonst gelernt.

Heinz­ Willi Görmann gab den Kindern zum Abschied noch Informationen zu Grenzsteinen und
Wanderwegen mit.

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Wir sind gespannt, ob die Kinder diese bei ihren nächsten Erkundungstouren entdecken!

Marion Petringmeier, 24.02.2016

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06.04.2016 erzählte Wilhelm Sigges unterstützt von Manfred Lührs 25 interessierten Kindern aus Leopoldstal etwas über Tauben, Taubenzucht und allem was dazu gehört.

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Der gebürtige ( 1942 ) Leopoldstaler Wilhelm Sigges konnte den Kindern im Alter von 6 – 12 Jahren erzählen, wie es für ihn als 10 jähriger Junge war, bei seinem Onkel die Tauben und Zucht kennen zu lernen. Mit 12 Jahren bekam er dann als großer Taubenfan von seinem Onkel die ersten beiden eigenen Tauben geschenkt. Diese lebten zunächst in einer Apfelsinenkiste, denn man musste ja irgendwie erstmal anfangen. Sein Vater baute ihm einen kleinen Taubenschlag auf einem Bienenstock, das ging aber nicht lange gut. Dann war es auf dem Dachboden im Elternhaus und immer wieder wurde ein geeigneter Platz für einen Taubenschlag gesucht. Herr Sigges hatte ja damals auch nicht viel Geld und wollte seine Tauben aber gut versorgt wissen. Deshalb stibitze er immer mal wieder von dem Hühnerfutter seiner Eltern etwas für seine Tauben. Irgendwann wunderte sich sein Vater darüber und meinte er müsse doch mal im Taubenschlag oben auf dem Dachboden nachschauen, wieviel Tauben der Wilhelm jetzt wohl hat. Herr Sigges wollte aber nicht, dass sein Vater merkt, dass er schon mehr Tauben  als abgesprochen hatte. Er schlich sich schnell nach oben auf den Dachboden und ließ die Tauben fliegen, so konnte sein Vater nicht nachzählen 🙂

An diesem Nachmittag ( 6.4.16)  im Erlenweg, konnten die Kinder unglaublich viel über Tauben, was sie fressen, die Pflege, die Gefahr von Greifvögeln, wie weit Tauben fliegen können, Wettbewerbe, Pokale und vieles mehr erfahren. Brutzeiten, wann die kleinen Tauben ihre Ringe umbekommen und wie die Handhabung dazu ist.

Was bedeuten die Zahlen auf den Ringen ? Was macht man, wenn man eine Taube im Garten z.b. findet, die augenscheinlich erschöpft ist?

Was kann man ihr als Futter geben. Wie wurden Wettkämpfe früher bewertet, mit welcher Technik und wie geht das heute ?

Die 25 Kinder lauschten gespannt, und stellten auch sehr viele Fragen.

Zur Pause, in der die Kinder VERGANGENHEIT auch schmecken dürfen, hatten die Frauen Sigges einen Kuchen “ Kalter Hund“ oder “ Kalte Schnauze“ genannt vorbereitet, bzw. 4 Kuchen für alle Kinder. Als Getränk gab es Wasser mit Himbeer – Erdbeersirup, an das Herr Sigges sich noch gut erinnern konnte.

Nach der Pause durften die Kinder gruppenweise mit Herrn Sigges in den Taubenschlag und das war natürlich mehr als besonders.

Es wurde alles gut erklärt, streicheln war möglich und  auch Taubenbabys anzusehn.

Als Erinnerung  durfte sich jedes Kind eine Kette aus Taubenringen auf ein Lederband gezogen herstellen und der Verband Deutscher Brieftaubenzüchter machte es möglich , dass jedes Kind ein prall gefülltes Tütchen mit diversen Kleinigkeit mit nach Hause nehmen konnte.

Alles in allem war es wieder ein sehr erfüllter Nachmittag in dieser Veranstaltungsreihe.

Der Heimatverein Leopoldstal,

bedankt sich bei Familie Sigges für diese tolle Erfahrung für die Kinder !

Das Miteinander und die Kommunikation zwischen Groß und Klein war wieder sehr beeindruckend, gewinnen Sie mit folgenden Bildern selbst einen Eindruck , viel Spaß beim schauen :

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                             WUNDERBAR …. und wiedermal erlebte Geschichte für die Leopoldstaler Kinder 🙂                                         ——————————————————————————————————————————————————–                                           

 

„So war es früher bei der Feuerwehr“

Erzählnachmittag aus der Reihe „Weißt Du noch wie`s früher war….“ am 22.06.2016
mit Willi Knapp, Text von Marion Petringmeier 🙂

An diesem Nachmittag kamen sehr viele Kinder zusammen um zu hören, wie es denn früher so bei der Feuerwehr in Leopoldstal zuging. Die Veranstaltung fand nicht in unserer Heimatstube, sondern diesmal im Feuerwehrgerätehaus statt. Dort wartete Willi Knapp auf die Kinderschar, welche den Erzähler wirklich kräftig und lautstark mit unserem „Weißt Du noch wie`s Früher war…“-Lied begrüßten. Es waren immerhin 27 (!) Mädchen und Jungen vor Ort.

1939 in Bochum geboren, im Sauerland bei Warstein aufgewachsen, verschlug es Willi Knapp 1963 nach Leopoldstal. Im Jahr 1971 trat er der Freiwilligen Feuerwehr bei. Nach eigenen Angabenist er 43 Jahre bei der Feuerwehr tätig und ist auch heute noch der Feuerwehrkameradschaft über die sogenannte „Altersabteilung“ verbunden. Aber er ist und war nicht „nur“ Feuerwehrmann sondern er hat die Löschgemeinschaft auch ab 1982 über 13 Jahre als Löschgruppenführer geleitet. Er war hier der „Chef“ bei der Feuerwehr.

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Willi Knapp wusste zu berichten, dass die Freiwillige Feuerwehr in Leopoldstal im Jahr 1934 (offiziell 1936) gegründet wurde. Davor gab es eine Pflichtfeuerwehr.
Bevor das Feuerwehrgerätehaus so wie wir es heute kennen in den 60er Jahren errichtet wurde, gab es einen viel kleineren Geräteschuppen am Birkenweg gegenüber der Wirtschaft „Blome“. Dieses „Spritzenhaus“ wurde vor 1895 gebaut (genaue Unterlagen hierzu fehlen leider). Hier gab es einen Handwagen mit einer Spritze und auch einen Feuerlöschteich. Auch Feuerwehrübungen fanden damals dort statt.

Die Kinder meldeten sich zu Wort und fragten, ob es denn kein richtiges, motorisiertes Feuerwehrfahrzeug gab. Willi wusste, bevor Leopoldstal ein „richtiges“ Feuerwehrfahrzeug bekam, musste ein von Pferden gezogener Leiterwagen ausreichen.
Wir hörten, dass die Firma Brandt damals ein Fahrzeug samt Wasserpumpe gestiftet hatte. Aber es handelte sich um ein gebrauchtes Auto, welches erst einmal zum Feuerwehrauto gemacht werden musste. Darum hat ein Maler aus dem Dorf es rot angestrichen.
So, jetzt gab es zwar ein Feuerwehrauto aber auch noch ein weiteres Problem.
Willi Knapp erzählte, dass 1934 keiner der Feuerwehrmänner einen Führerschein besaß. Da musste ein Freund aushelfen. Das soll August Volland gewesen sein, er war zwar selbst nicht in der Feuerwehr aber er wusste wohl wie wichtig diese Einrichtung war und half deshalb gerne aus.

Von der Vergangenheit zurück in die Gegenwart. Vor kurzer Zeit hat es an der Leopoldstaler Strasse mitten im Ort gebrannt. „Was war da los? …und warum waren so viele Leute und Rettungsfahrzeuge da?“ Diese Fragen brannten den Kindern unter den Nägeln. „Aber es ist doch auch nichts passiert, es war doch nur eine Katze in dem Haus“, wusste ein besonders gut informiertes Kind zu beruhigen.

Ja, was heute so rund um einen Feuerwehreinsatz zu beobachten ist, das wissen die Kinder. Aber wie war das früher? Wie wurde alarmiert, wie haben die Feuerwehrmänner sich vorbereitet und geübt, welche Einsatzwerkzeuge hatten sie?
Damals wurden die Feuerwehrleute nur über Sirenen alarmiert. Die Schutzkleidung hatte jeder Feuerwehrmann zuhause und sie bestand aus einem „Blaumann“ oder einer Latzhose aus festem Baumwollgewebe. Der wichtigste Schutz aber war der Helm mit Nackenleder um den empfindlichen Kopf- und Nackenbereich vor herbfallenden Gegenständen und Glut zu schützen. Aber ganz wichtig waren auch Hakengurt und Axt, Handschuhe aus festem Leder und Schutzmasken mit Kohlefilter.
Ganz früher gab es nur einen Ledereimer für das Löschwasser. So ein Exemplar hatte Willi mit dabei.
Vorbereitet wurden die Männer durch die regelmäßigen Übungen am offenen Wasser am Teich oder Hydranten und – genau wie heute auch noch – durch Leistungswettkämpfe. Letztere mach(t)en auch sehr viel Spaß und die einzelnen Gruppen können sich aneinander messen.
Eine Gruppe für einen Leistungswettkampf besteht aus 9 Mann: Einsatzleiter, Maschinist, Melder, 2 Mann Wassertrupp, 2 Mann Angriffstrupp und 2 Mann Schlauchtrupp. Auch heute noch müssen die Feuerwehrleute spezielle Stiche und Knoten erlernen, einen Staffellauf absolvieren, Fragen beantworten und ihr Können in verschiedenen Übungen unter Beweis stellen.

„Was war denn eigentlich dein schwerster Brand?“ so eine Frage aus dem Publikum. Es gab mal einen großen Flächenbrand oben bei Volland und einen sehr großen Einsatz in Heesten. Schon damals haben Leopoldstal und Heesten zusammengearbeitet. Dort brannte ein Hof ab und die Löscharbeiten dauerten zwei Tage. Das war auch richtig gefährlich. In guter Erinnerung ist Willi geblieben, dass die Kameraden von Heestener Familien mit leckerem Essen versorgt wurden.

„Es riecht hier so nach Grillen!“ – Ja, früher wurden in den Feuerwehrpausen für die hungrigen Kameraden Würstchen gegrillt und das haben wir an diesem Nachmittag mit Unterstützung der (Jugend-) Feuerwehr auch getan.

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Im Anschluss an die leibliche Stärkung mit Würstchen und Limonade (Danke für die Spende der Löschgemeinschaft!), konnten die Kinder endlich selbst aktiv werden und Feuerwehrgerätschaften ausprobieren. Kübelspritze pumpen, Helme und Hitzeschutzanzüge ausprobieren, Schläuche kuppeln, das Feuerwehrfahrzeug begutachten und den aktiven Feuerwehrleuten Fragen stellen. Hier unser besonderer Dank an Dagmar Seifert, Peter Dreier, Thorsten Gast und Claus Müther für die freundliche und tatkräftige Unterstützung!
Den größten Spaß bereitete aber das Spritzen mit den echten Feuerwehrschläuchen: den Strahl hoch in die Luft! Gut, dass wir so einen schönen Sommertag hatten, denn nicht jedes Kind ist dabei trocken geblieben.
„Die kriegste nich eher dabei wech, wie`sWasser alle is“ schmunzelte Willi Knapp, dem die Freude der Kinder nicht entgangen ist.
Aber: Auch dieser schöne Nachmittag muss – trotz noch ausreichend vorhandener Wassermengen – einmal zu Ende gehen. Als Andenken gab es kleine Präsente der Jugendfeuerwehr.
Wir haben gelernt, eine Feuerwehrfrau oder ein Feuerwehrmann muss stark, mutig und tapfer sein, darf nicht „wasserscheu“ sein und sollte Spass an der Kameradschaft haben.
So, und wer jetzt noch Fragen rund ums Thema Ausbildung bei der Feuerwehr hat, der ist herzlich eingeladen sich über die o.g. Kameraden oder jedem anderen Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr zu informieren!
Schöne Sommerferien!

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Ein Sägewerk in Leopoldstal, in der Reihe „Weißt du noch wie`s früher war…?“

Am 14.09.16 war es  wieder so weit. Viele Kinder trafen sich in der Heimatstube / Silbergrundhalle um den Erzählern Diethelm und Klaus Heinke bei ihren Erinnerungen zu lauschen.

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Herr Diethelm Heinke war extra aus Gelsenkirchen angereist und erzählte den Kindern zunächst, dass mit 8 Jahren seine Mama gestorben war und sein Vater in Leopoldstal eine neue Mutti , Frau Strate, für ihn gefunden hat. Er hatte sich schon gefreut, dass er seine neue Mutti nun ganz für sich alleine hatte, aber schon ein Jahr später bekam er seinen Bruder Klaus. Das fand er erst nicht so gut, hat aber dann schnell und gern den Kinderwagen geschoben.

Das Sägewerk seines Großvaters wollte er so schnell wie möglich anschauen.

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wollte er sich dann auch genau anschauen. Was ihm sofort auffiel, war der Krach, man musste sich die Ohren zu halten, so laut war das. “ Sicher hatten die Arbeiter da einen Gehörschutz, “ meinte ein Kind. Aber Herr Heinke verneinte, vielleicht ein bisschen Watte im Ohr, aber sonst gab es damals noch keinen so guten Schutz wie heut zu Tage.

Herr Diethelm Heinke hatte einen Bildband vorbereitet, mit dem er die Kinder auf die Reise in die Vergangenheit mitnahm, auch wenn es technisch nicht ganz so klappte wie geplant, waren die Ausführungen sehr lebhaft und interessant erzählt und die Kinder stellten viele Fragen.

Herr Heinke hatte zeichnerisch das damalige Sägewerk in eine Fotoaufnahme von heute eingefügt, so dass man sich alles gut vorstellen konnte.

Der Geruch im Sägewerk ist ihm heute noch in der Nase. “ Nach frischem Holz“ konnte sich auch Lilli (8Jahre ) gut vorstellen. Es wurde eine Voll-Gatter Sägemaschine, eine Blockbandsäge, ein Horizontal Gatter und eine Kreissäge auf den Fotos gezeigt.

Auch eine Lokomobile, die die Sägen mit Dampfdruck antrieb wurde auf einem Bild den Kindern anschaulich vermittelt.

 

Klaus Heinke erzählte auch  von Erinnerungen an die großen Stämme und hatte selbst auch noch einige Bilder dabei. Große Baumstämme lagen auf dem Platz des Sägewerkes, diese mussten zunächst mit einer Handsäge im Wald abgeholzt und dann mit Hilfe von Pferden, Wagen oder auch Schlitten zum Sägewerk gebracht werden.

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Es wurden Echtholzmöbel daraus gebaut, auch im Betrieb Brand, über den schon ein Nachmittag in dieser Reihe sattgefunden hatte.

Sägemehl entstand natürlch in großen Mengen, das wurde dann als Einlage in den Ställen im Dorf benutzt.

Gespielt haben die beiden Jungs gerne mit einer selbstgebauten Wippe, ein Holzstamm – ein Brett drünber und darauf laufen, herrliche Erinnerungen.

Als geschmackliche Erinnerung durften die Kinder “ Arme Ritter “ essen und natürlich auch wieder Sinalco trinken. Es schmeckte allen Kindern besonders gut und auch den beiden Erzählern 😉

Als besonderen Abschluss haben wir uns nochmal  Herrn Ludwig Urhahn ins Boot geholt,

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bei ihm in seiner Tischlerwerkstatt durften die Kinder verschiedene Sägen , Holz und auch das Laufen einer doch lauten Kreissäge beobachten.

Trotz eines heißen Sommertages, konnten alle diesen wieder doch besonderen Nachmittag gemeinsam genießen und alle haben sicherlich viele Eindrücke mit nach Hause genommen.

Der Heimatverein Leopoldstal bedankt sich insbesondere bei den Erzählern Diethelm und Klaus Heinke und bei Heinz Ludwig Urhahn für diesen wieder tollen Nachmittag.

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Trecker, Schlepper, Sensationen….

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„Weißt du noch wie`s früher war…“ am 23.11.2016 mit Horst Kemper
Fahrzeuge fand Horst Kemper schon als Kind „Spitze“. Und diesem „Maschinenfieber“ erlagen am Nachmittag auch unsere 13 Kinder, die seiner Einladung gefolgt waren. Unten vor dem Fenster unserer Heimatstube standen zwei Trecker: ein Fendt F20 Dieselross aus dem Jahr 1953 und ein Deutz Agrotron 6180 aus dem Jahr 2014.

Horst Kemper wurde am 7. Januar 1953 geboren. Zunächst wohnte er in dem Haus, in welchem jetzt Heinz Ludwig Urhahn wohnt. Dessen Mutter und Horsts´Vater waren Geschwister. Seine Vorfahren stammten aus Bellenberg. Sein Elternhaus wurde im Jahr 1956 gebaut und konnte 1957 bezogen werden. Dort wohnt Horst auch heute noch, oben am Waldweg 7.

Horst Kemper erzählte, daß er vom 1. bis zum 4. Schuljahr die Grund- und vom 5. bis 8. Schuljahr die Volksschule besucht hat. „Telefone, Laptops und son Kram gab es damals nicht für uns Kinder.“ Freizeitbeschäftigung musste also woanders gesucht werden. Nach der Schule ging er oft zu einem Bauern in Leopoldstal oder in Heesten. In der Landwirtschaft erlebte er zunächst das Pflügen mit Pferden. Die meisten einfachen Bauern konnten sich nicht einmal ein Pferd leisten und nutzten ihre Kühe als Gespann mit einem Pflug dahinter. Doch es gab auch erste Trecker und Schlepper für die Zugarbeiten. Eine Hydraulik so wie es heute üblich ist, gab es bei den Treckern nicht. Nur „Muskelhydraulik“. Damals hatten die Trecker noch keine Kabinen, nicht einmal ein Verdeck. Trotzdem musste ja bei Wind und Wetter die Arbeit erledigt werden. Geackert wurde aber oftmals trotzdem noch mit dem Pferd um den Boden zu schonen.
Falls es Probleme mit einem Arbeitsgerät oder dem Trecker gab, wurde keine Werkstatt aufgesucht. Das wäre einfach zu teuer gewesen. Man reparierte selbst, was möglich war.
Horst Kemper wollte nach der Schulzeit Landmaschinenschlosser werden. Es gab eine Möglichkeit zur Ausbildung in Steinheim bei der Firma Ottomeyer oder in Lage. Er hatte nur ein Fahrrad. Damit wäre er zwar bis Steinheim gekommen aber bei Regen, Sturm, Kälte und Schnee…?Nach gründlicher Überlegung wählte er doch den Ausbildungsplatz in Lage inklusive komfortabler Anfahrt mit der Bahn. Die Monatskarte kostete ihn damals 48 DM. Sein Gehalt betrug 60 DM. Demnach blieben ihm 12 DM übrig. Eine Tafel Schokolade kostete damals 25 Pfg, ebenso eine Flasche Sinalco. Außerdem konnte er sich bei den Bauern was dazuverdienen. 2 Mark gabs fürs Rübenhacken. So war immer ein bisschen Geld da. Ausgehen konnte man ohnehin nicht viel. Es gab vielleicht eine Veranstaltung im Jahr, zu der man hinging.

Horst Kemper lernte 3 ½ Jahre in Lage. Es gab natürlich auch damals von Jahr zu Jahr eine kleine Gehaltserhöhung während der Ausbildungszeit, allerdings wurde die Zugfahrkarte auch immer teurer. Im 2. Lehrjahr gab es 70 DM, im dritten 90 DM und im letzten 110 DM. Da kostete die Zugfahrkarte aber auch schon 54 DM.

Sein Beruf hat ihm damals schon viel Spaß gemacht und das macht es ihm auch heute noch.
„Gab es damals schon GPS?“ Warum hatten die Trecker keine Kabine?“ So die Fragen aus der Kinderrunde. „Nein. Computertechnik gab es nicht und die Bauern sind vom Pferd auf den Trecker umgestiegen und ein Pferd hat auch keine Kabine!“ Horst erinnerte sich, daß die Bauern weite Wege mit dem Trecker ohne Verdeck auf sich genommen haben, bis nach Lage zur Zuckerrübenfabrik. Ein Trecker war damals sehr teuer. Etwa 15.000 DM kostete einer, das konnte sich kaum ein Bauer leisten. Zum Vergleich: Der moderne Deutz, der heute vor unserer Heimatstube steht, kostet etwa 120.000 Euro.
Auch die Motorentechnik damals war ganz anders als die heutige. Die großen Kolben mussten angeheizt werden, es gab einen Glühknopf, keinen Anlasser.

Auf dem großen Tisch in unserer Heimatstube liegen einige Fotos alter landwirtschaftlicher Maschinen. „Wie funktionierte das mit diesem Mähdrescher?“, so eine Frage. „Dieser Mähdrescher wird von einem Trecker gezogen. Es ist kein selbstfahrendes Gerät. Er hat noch keine Tankanlage sondern eine „Absackeinrichtung“. Das gedroschene Korn musste von Hand in Säcke abgefüllt werden. Früher gab es auch viele schwere Unfälle mit Traktoren. Es gab noch keine Umsturzbügel. Diese wurden 1970 Pflicht.

Nachmittags gabs beim Bauern Brot mit Schreben (Schmalzbrote) oder mit Rübenkraut. „Manchmal haben wir das Brot mit den dreckigen, klutigen Händen, die wir nach dem Kartoffel-Aufsuchen nunmal hatten, einfach mit dem Messer vorweggeschnitten, das brauchte auch nicht gerade sein. Auf`m Acker gabs kein Brettchen.“ Horst hielt sich das bereitgelegte Brot vor den Leib und schnitt mit dem Messer grob ab. „Händewaschen konnte man sich erst abends zuhause.“ So gab es heute für alle in der Pause Schmalzbrote und „Gänsewein“ (ein Gemisch aus Mineralwasser und Himbeersaft) für alle. Hmmm! Lecker! Wie das schmeckte!
„Gab es damals schon Allrad?“ – „ Nee, das gabs noch nicht. Die waren froh, daß sie einen fahrbaren Untersatz hatten und nicht hinter dem Pferd herlaufen mussten!“ Weitere „Fachgespräche“ folgten.
Horst Kemper setzte seinen breitkrempigen Hut auf, lachte und sagte: „Der ersetzt das Trecker-Dach!“
Dann wurden alle zu einer Testfahrt „alt“ und „neu“ bzw. „warm“(mit) und „kalt“(ohne Kabine)eingeladen. Jeweils 3-4 Kinder starteten zu einer Rundfahrt mit Horst Kemper auf dem Sporthallen-Parkplatz. Das war ein Spaß!!!

„Kinder stellt Euch vor, früher hatten die Leute höchstens ein Fahrrad. Da sind die mit so einem Trecker zum Arzt oder Sonntags zur Kirche gefahren.“

Zur Erinnerung an diesen Nachmittag verteilte Horst Kemper Malunterlagen und Schlüsselanhänger, aber „hängen“ bleiben wird dieser Nachmitag auch so!

Bericht von Marion Petringmeier

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„Meine Kindheit im Forsthaus“

Bericht Marion Petringmeier

„Meine Kindheit im Forsthaus“

„Weißt du noch wie`s früher war…“ am 22.02.2017 mit Margrit Franzen
Unsere 20. Veranstaltung am 22.02.!
An diesem verregneten, stürmischen und wirklich ungemütlich grauen Wintertag trafen wir uns am alten Forsthaus oberhalb der Kirche am Ende des Eichenweges. Das alte Fachwerkhaus liegt einsam vor dem angrenzenden Wald. Der älteste Teil des Hauses stammt aus dem Jahr 1809. Es ist das Elternhaus von Margrit Franzen, hier ist sie mit ihrem Mann Siegfried vor einigen Jahren wieder eingezogen.

16 Kinder haben sich an diesem Nachmittag auf den Weg gemacht, ihren Kindheitserinnerungen zuzuhören. Oh, wie schön kuschelig und gemütlich war es in der großen Wohnküche von Margrit!

Zwei große Tische standen für die Kinder bereit, gedeckt mit Keksen und Apfelsaft. Beim Blick durch die großen Fenster in die Natur (und auf den Regen) gab es für die Kinder gleich etwas zu entdecken: „Da, guckt mal. Ein Pferd!“Und auch unter der Bank regte sich etwas: „Schaut, eine Katze!“ Tiere spielten in diesem Haus schon immer eine besondere Rolle und dazu sollten wir gleich noch mehr erfahren.

„Ich freue mich, dass so viele Kinder hergekommen sind“, sagte Margrit, „In diesen riesigen Zimmern habe ich immer gerne Besuch, sonst würde ich mich hier zu alleine fühlen.“

Wie praktisch, dass Siegfried Franzen unser „Weisst du noch wie`s früher war…“-Lied zur Begrüßung mit seiner Gitarre begleitete. Da machte das Singen gleich doppelt Freude.

„Wie ihr seht, ist das Forsthaus ein sehr altes Haus“, begann Margrit ihre Erzählung. „Der älteste Teil ist schon 208 Jahre alt. Hier wo ihr heute sitzt, war einmal der Kuhstall. Im Laufe der Jahre wurde das Haus immer mal wieder um- und angebaut. Meine Eltern haben Veränderungen vorgenommen und in den letzten Jahren gab es Umbauten und Erneuerungen durch Siegfried und mich. Früher gab es alte, hohe Kachelöfen mit Metalltüren. Das war schön warm. Einmal ist mir allerdings der Mantel weggeschreut, als ich mich zum Wärmen zu nah an den Ofen gestellt habe“ erinnert sie sich schmunzelnd.

„Hier oben im Forsthaus am Waldrand gab es auch eine Landwirtschaft mit Pferden, Schweinen, Schafen, Hühnern und Kühen. Ich hatte auch ein Pferd, „Minka“, das machte alles mit. Es behielt sogar die Ruhe, wenn ich darauf herum sprang. Ja, die Tiere spielten eine große Rolle bei uns. Mein Vater war Forstamtsmann und er brauchte natürlich Hunde. Jagdhunde: Deutsche Wachtel und Jagdterrier. Er züchtete diese Tiere auch. So gab es immer kleine Welpen. Leider sollten diese jagdlich ausgebildet werden und ich durfte nicht mit ihnen spielen, sonst taugten sie nicht mehr für die Jagd. Die Hunde hatten einen großen Stellenwert in diesem Haus, sogar vielleicht einen größeren wie ich. Ich konnte nicht verstehen, warum ich nicht mit den Hunden spielen durfte. Manchmal aber, wenn keiner guckte, habe ich die Welpen in meinem Puppenwagen über die Wiese gefahren. Ihr könnt euch denken, dass der Umgang mit Tieren schon etwas Prägendes in meiner Kindheit war. Ich kann mich erinnern, dass meine Mutter zu Weihnachten kleine Tannenzweige mit roten Schleifen über den Futterkrippen anbrachte und dass die Tiere am Heiligabend vor der Bescherung einen besonderen Leckerbissen bekamen.

Ich erinnere mich auch an extrem lange Spaziergänge am Sonntag. Kennt ihr das auch? – Ich fand es besser in der freien Natur zu spielen.“

Margrit liebte die Natur, war viel draußen und hat sich gerne dort beschäftigt.

„Alles das, was ich als Kind schon gerne gemacht habe, konnte ich mir bewahren und mache es auch heute noch gerne. Ich hatte ein Turnreck. Sport ist wichtig und ich habe auch als Turnlehrerin gearbeitet. Ich besaß schon mit 5 Jahren ein Fahrrad. Jetzt bin ich 72 Jahre alt und bin immer noch gerne mit dem Rad unterwegs.“- „Ich hab dich auch schon einmal mit dem Fahrrad nach Detmold fahren sehen“, warf ein Kind ein.

Margrit hat schon als Kind gerne gezeichnet und gemalt. „ Ich habe mich auf die Wiese gesetzt mit einem Stück Papier und einem Stift und habe Blumen gezeichnet. Damals habe ich alle Glückwunschkarten gestaltet. Besonders gerne habe ich Hasen gezeichnet, auch mit Regenschirm. Wir haben hier Lehmboden. Aus dem Lehm habe ich kleine Tiere geformt.“

Die Katze strich den Kindern um die Beine, verabschiedete sich dann doch. Es war ihr wohl zu wuselig mit den vielen Kindern. „Früher gab es hier keine Katzen, wegen der Hunde.“

Wer meint, hier oben im Forsthaus am Wald wäre es langweilig und einsam gewesen, der irrt. „Nach dem Krieg wohnten Schlesier mit hier im Haus. Die Familie hatte auch ein Mädchen, Uschi Keil, dass 9 Jahre älter war als ich. Dieses Mädchen beschäftigte sich viel mit mir und richtete auch meine Geburtstage aus und war immer eine ganz besondere Freundin. Außerdem bildete mein Vater Forstschüler aus. Auch diese haben hier mit uns zusammen gewohnt. Es war also immer was los. Wir beherbergten auch Ferienkinder aus Berlin. Ein Kind brachte ganz besondere Tiere mit: Läuse. Die mochten meine Haare auch gerne und ich fand das gar nicht gut.“

Zwischendurch knabberten die Kinder die leckeren Haferflockenkekse und tranken von dem guten Apfelsaft. Der Apfelsaft wurde früher aus den eigenen Äpfeln gepresst und die Kekse wurden nach dem Rezept von Margrits Grossmutter aus einfachsten Zutaten gebacken. Haferflocken, Butter, Ei, Zucker und Zimt. Mehr braucht es nicht für diese Köstlichkeit. Heute ist Margrit selbst Grossmutter und verwöhnt ihre Enkel mit diesem Gebäck.

„Könnt ihr Euch eine Kindheit ohne Spielzeug vorstellen?“ fragte Margrit in die Runde. „Ich hatte nicht viel Spielzeug aber ich habe es sehr geschätzt. Ich habe mich sehr gefreut, wenn meine Puppen zu Weihnachten neu eingekleidet wurden. Ganz besonders am Herzen lagen mir meine Bären. Die Puppen und Stofftiere haben eine Seele.“

Auch heute haben die Kinder noch Lieblingsspielzeug und bei einigen sind es auch die Teddybären, wie wir aus der Zuhörerrunde erfuhren.

Margrit ist eine leidenschaftliche Sammlerin alten Spielzeugs. Aus Liebe zu altem Spielzeug ist über die Jahre eine stattliche Sammlung zusammengekommen. Die Kinder durften nun im Haus auf Entdeckungsreise gehen. Margrit führte sie zu einer großen Glasvitrine, welche ihre Schätze beherbergt.

Alte Puppen und Stofftiere, Puppenmöbel, Meckis, Hampelmänner bis hin zu modernerem Spielzeug wie die Mainzelmännchen, konnten bestaunt werden. Nur wenige der Gegenstände waren einst Margrits Spielsachen. Das meiste Spielzeug sammelte Margrit auf Flöhmärkten, einige erinnerten an frühere Besitzer.

So wie eine alte Puppe, die Margrits früh verstorbener Freundin gehörte.

Im Forsthaus gab es so viel zu entdecken: ein uraltes Geweih hing im Flur über dem Kachelofen. Früher gab es auch mal einen Keilerkopf. Margrit erinnerte sich, dass sie diesem Keiler eine Baskenmütze aufgesetzt hatte. Irgendwann wurde er gestohlen. In dem Haus gibt es viele selbstgemalte Bilder und Fotografien zu entdecken. Viele stammen von Margrit aber auch den Kunstwerken ihrer eigenen Kinder und Enkelkinder wird Raum zur Verfügung gestellt.

Den Kindern fällt auf, dass viele Möbelstücke und Kunstwerke in Margrits Lieblingsfarbe „blau“ gehalten sind. Diese Farbe gibt hier wirklich den Ton an!

Margrit reicht ein kleines Album alter Fotografien herum: Die Mutter. Das Haus, wie es früher war. Das Heiligtum: Margrits Fahrrad. Die Familie unter dem Weihnachtsbaum, mehr oder weniger begeisternd Weihnachtslieder singend. Die Oma aus Schlesien, von Margrit damals selbst fotografiert. Aber eines fällt auf: es gibt kaum ein Foto ohne Tiere. Und wir sehen wieder wie wichtig die Hunde waren.“Hier bei den Fotos mit den Hunden sehen wir, dass den Menschen der Kopf „abgeschnitten“ wurde, bei den Hunden nicht“, bemerkte Margrit.

Margrit erinnerte sich auch an ihren Schulweg. Zur Abkürzung ging sie durch den Wald. Dieser Weg führte über einen Bach. „Mein Vater hat damals extra eine kleine Brücke für mich gebaut, damit ich keine nassen Füsse bekam. Später, als ich etwas größer war, benutzte ich lange Äste um über den Bach zu springen. So wie beim Stabweitsprung.“

Margrit musste als Kind aber auch in der Landwirtschaft helfen. Als sie acht Jahre alt war, sollte sie alleine mit Pferd und Wagen fahren. Der Wagen war voll beladen mit Kartoffeln. Aber der Wagen kippte um und die Kartoffeln kullerten alle den Berg hinunter. „Manchmal sind auch die Kühe ausgebrochen. Das war natürlich immer am Sonntag, wenn wir schön angezogen waren, da mussten wir sie wieder einfangen.“

„Hattet ihr auch schon ein Auto?“ wollte ein Kind wissen. „Oh ja, wir hatten das dritte Auto im Dorf“, antwortete Margrit nicht ganz ohne Stolz.“Aber sagt mal, was findet ihr denn heute noch toll?“ – „Fahrradfahren“, so die einstimmige Antwort.

Ein Blick aus dem Fenster zeigte uns, dass der Regen nun nachgelassen hatte. Margrit wollte den Kindern noch einige Dinge draußen zeigen. Doch vorher verabschiedeten wir uns nochmals mit unserem Lied, das war so schön mit der Gitarrenbegleitung durch Siegfried!

Margrit hatte auch ganz besondere Geschenke für die Kinder vorbereitet: liebevoll gestaltete kleine Kunstwerke aus Sandstein, Glas und Draht. Die Steine hatte Margrit selbst im Bach gesucht, sie stellen symbolisch ihre Naturverbundenheit und die Verbindung zu Leopoldstal dar.

Draußen führte Margrit die Kinder durch ihren Garten. Sie zeigte ein Weidenhäuschen, dass sie selbst angelegt hatte. Den Weg zu ihrem Haus säumen viele kleine und große Steine. Alle von Margrit gesammelt: „Seht! Ich bin steinreich!“

Wir machten uns noch auf den Weg, Margrits früheren Schulweg durch den Wald zu erkunden. Nun goss es leider wieder wie aus Eimern. „Pudelnass“ aber glücklich und zufrieden machten sich alle auf den Heimweg. Reich an vielen neuen Eindrücken, voller wertvoller Erinnerungen an eine schöne Kindheit im alten Forsthaus.

Alle Kinder und das Team von „Weisst du noch…“ bedanken sich herzlichst für diesen schönen und gemütlichen Nachmittag im Zuhause von Margrit und Siegfried Franzen.


„Ich kam als Pfarrer nach Leopoldstal“

„Ich kam als Pfarrer nach Leopoldstal“

„Weißt du noch wie`s früher war…“ am 10.05.2017 mit Siegfried Franzen (*1941)
Unser Erzählnachmittag fand diesmal im Gemeindehaus der Leopoldstaler Kirche im Eichenweg statt. Dort konnten wir dieses Mal 12 Kinder begrüßen, die wissen wollten, wie es früher im Pfarrhaus in der Gemeinde Leopoldstal so zu ging. Margrit Franzen hatte die Tische liebevoll mit kleinen Wiesenblumensträussen geschmückt, unser Begrüßungslied wurde von Siegfried Franzen auf der Gitarre begleitet.

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Schnell waren die Kinder mucksmäuschenstill, denn Siegfried begann seine Erzählung mit kräftiger Stimme. Stolz, respektvoll, ehrlich.
„In meiner Heimatstadt am Rhein gibt es eine Straßenbahn. Oft sind wir mitgefahren. In der Stadt sind die Wege ziemlich weit.“
So kam es, dass Siegfried zunächst einmal Schaffner werden wollte. Vorne in der Straßenbahn gab es eine Glocke, nur der Schaffner kassierte das Fahrgeld und sagte dem Fahrer, wann es weitergehen konnte.
„Nur der Schaffner durfte während der Fahrt auf- und abspringen, niemand sonst. Das fand ich toll!“

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Irgendwann änderte Siegfried seine Meinung und wollte Pastor werden, obwohl er nur sehr wenig über diesen Beruf wusste. „Der Pastor hat so einen schwarzen Kittel und ein weißes Lätzchen davor.“ Schnell warf Siegfried seinen „Talar“, so heißt nämlich dieser schwarze Kittel, über und band auch das weisse Lätzchen um. Wir lernten, das „Lätzchen“ heißt eigentlich „Beffchen“ und das gibt es sogar in verschiedenen Ausführungen. Daran erkennt man nämlich die Konfessionsrichtung der Pastoren. Es gibt zweigeteilte für die lutherischen, zusammengenähte für die reformierten und Siegfried stammt aus dem Rheinland, dort gibt es nur evangelisch, nur diese sind bis zur Hälfte zusammengenäht.

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Siegfried wusste als Kind auch, dass ein Pastor im Gottesdienst spricht. Mal am Altar oder Abendmahltisch, mal an einem Pult, der Kanzel.
„Wenn er dort spricht, dauert das länger. Alle hören still zu….Ich wusste auch: so ein Pastor hat mich getauft. Da war ich fast vier Jahre alt. Und Ihr?“ Viele der Kinder sind getauft, können sich an den Vorgang jedoch nicht erinnern, einige sind nicht getauft.
„Meine Eltern hatten immer Achtung vor den Pastoren. Sie haben dafür gesorgt, dass ich das Abitur machen und danach studieren konnte. Das muss man nämlich, um Pastor zu werden. Drei alte, fremde Sprachen muss man lernen, dann kann man die Bibel auch in den ursprünglichen Sprachen lesen: Hebräisch und Latein und Griechisch.“
„…und Martin Luther hat`s ins Deutsche übersetzt!“ ergänzte eines der Kinder.
„Am Ende muss man eine Prüfung ablegen, dann geht es für 2 Jahre in die praktische Ausbildung. Da habe ich allmählich gemerkt, was das für ein Beruf ist und was so alles dazugehört. So, nach zwei Jahren gibt es wieder eine Prüfung. Wenn ich die bestanden habe, kann ich selbständig in der Gemeinde arbeiten. Nach sieben Jahren mit vielen schönen und auch schwierigen Erfahrungen bin ich dann 1977 – das werden im September 40 Jahre! – nach Leopoldstal gekommen. Das Dorf kannte ich schon länger – Ihr wart ja im Februar bei uns im Forsthaus. Da im Haus habe ich meine Frau Margrit kennengelernt.
Um hierher zu kommen, musste ich mich bewerben. Und ich musste mich der Gemeinde in einem Gottesdienst und dem Kirchenvorstand an einem Sitzungsabend vorstellen. Der Kirchenvorstand stellt dann Fragen zur Person und Weiteres. Und weil niemand gesagt hat, den wollen wir nicht, hat mich der Kirchenvorstand gewählt. So bin ich also hierher gekommen.“
Zu dieser Zeit gab es die Kirche so wie wir sie heute kennen noch gar nicht in Leopoldstal. Es gab das Gemeindehaus, in dem die Gottesdienste stattfanden und der Kirchturm war auch schon da, die Kirche gab es noch nicht. Leopoldstal war damals auch noch ein Teil der Kirchengemeinde Horn.“ Siegfried zeigte ein altes Foto, welches das Gemeindehaus ohne Vordach und mit anderen Fenstern zeigt. „Guckt mal, so hat das Gemeindehaus füher ausgesehen.“

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Gleich neben dem Gemeindehaus steht auch heute noch das ehemalige Pfarrhaus. Dort wohnte Siegfried mit seiner Frau Margrit und seinen zwei Kindern, Sonja und Jan. „Für mich war es immer wichtig, mit den Menschen in der Gemeinde zu leben, bei ihnen zu sein. Also längst nicht nur in der Kirche zusammenzukommen.“
Zu Beginn seiner Amtszeit beobachtete Siegfried Franzen ganz genau was in seiner Gemeinde passierte, was den Leuten wichtig war. Er guckte welche Gruppen von wem geleitet wurden und lotete aus, wo seine Mitarbeit erforderlich war. Wo waren Änderungen notwendig und erwünscht, wo sollte Neues entstehen?
Ganz wichtig war die Disco im Jugendkeller. „Da unten war es überhaupt nicht schön, eher ein Rumpelkeller, trotzdem kamen freitags und samstags viele Jugendliche um Musik zu hören, sich zu unterhalten, auch Quatsch zu machen. Den Schlüssel mussten sie bei mir im Pfarrhaus holen und auch wieder abgeben. Das konnte dann auch schon mal spät werden.“

Außerdem gab es die Jungschar für Kinder im Alter von 8 – 12 Jahren, geleitet von Frau Schmidt.

Sonntags gab es immer den Gottesdienst um 9.30 Uhr und im Anschluss um 10.30 Uhr trafen sich die Kinder zum Kindergottesdienst. Weil Siegfried an fast jedem Sonntag noch einen zweiten Gottesdienst in Bellenberg, Holzhausen oder Veldrom halten musste, konnte er hier nicht dabei sein. Aber er hatte ein tolles, verlässliches Team von bis zu 10 jungen Leuten, auf die er sich verlassen konnte. „ Mit dem Kindergottesdienstteam habe ich aber jede Woche den Kindergottesdienst vorbereitet. Dazu haben wir uns in meinem Arbeitszimmer im Pfarrhaus getroffen. Das war meist sehr gemütlich und oft auch sehr lustig. Kindergottesdienst gab es auch in Bellenberg und in Veldrom. Darum bin ich mit dem Auto rumgefahren und habe die Teamer aus beiden Orten zur Vorbereitung abgeholt und später wieder nach Hause gebracht. Im Sommer wie im Winter! Da waren viele Kilometer zu fahren! Und bei Schnee und Eis musste ich besonders gut aufpassen.“ An diesen Nachmittagen wurde auch gerne genascht: Mit Vorliebe Sarotti-Schokolade. Schließlich hatte Siegfried früher mal in dieser Schokoladenfabrik gearbeitet!
Ja, und dann gab es auch noch den kirchlichen Unterricht für die Jugendlichen zur Vorbereitung auf die Konfirmation. Das kostete auch ganz schön viel Zeit.

Unsere Kinder hatten natürlich auch eine Vorstellung von dem, was ein Pastor so alles macht:
Hochzeitsfeier, Konfirmation, Kindstaufe, Geburtstagsbesuche… Siegfried Franzen zeigte Fotos, die all dies dokumentierten. Doch Hallo!, wer ist denn dieser Pastor in der alten Kirche in Leopoldstal mit dem langen Bart? – „Ja, auch ich sah damals anders aus!“
Es gibt jedoch auch viele Dinge zu erledigen, von der die Gemeinde wenig mitbekommt. Verwaltungsarbeit, Papierkram im Büro, Vorbereitung für Predigt und Unterricht, Gruppentreffen. Nicht zu unterschätzen ist dabei auch der zeitliche Aufwand für Telefongespräche.
Anfragen für Hochzeiten, Kindstaufen und auch traurige Angelegenheiten wie eine Beerdigung müssen besprochen werden. „Jemand hat eine Frage, ein anderer ein kleines oder ziemlich großes Problem und bittet um Hilfe.
Manchmal will jemand nur reden und braucht Einen zum Zuhören. Oft kommt so ein Anruf beim Essen… Einmal war es sogar nachts um 4:00 Uhr!“
Zusätzlich gibt es noch Treffen mit Kollegen, Arbeitsgruppen, Sitzungen des Kirchenvorstandes und der Ausschüsse. Der Kirchenvorstand leitet nämlich die Gemeinde (und nicht allein der Pastor oder die Pastorin!); der bestimmt, was getan werden muss und wofür das Geld ausgegeben werden soll und wofür nicht. Und manchmal kommen Obdachlose an die Tür und bitten um ein wenig Geld. Und Handwerker kommen, der Heizölwagen, der Orgelstimmer, der Monteur, der die Glocken in Ordnung hält. Die alle holen bei mir den Schlüssel. Und obendrein habe ich auch oft angepackt, wenn es was anzupacken gab, Stühle und Tische stellen und Vieles mehr. Für einen großen Umzug im Dorf habe ich mit Leuten aus dem Kirchenvorstand die Kirchtürme für unseren Wagen gebaut. Und für den Turm auf dem Friedhof in Heesten habe ich in Frankreich die Glocke gekauft und von Leopoldstal nach Heesten transportiert und mir dabei auch noch meine Finger gequetscht.“
Desweiteren gilt es Hausbesuche zu machen, Krankenbesuche, Besuche zur Konfirmation, in der Weihnachtszeit, wenn Menschen besonders einsam sind.
Taufen und Hochzeiten wurden im Pfarrhaus besprochen. „Manchmal wollen erwachsene Leute getauft werden. Die werden natürlich nicht wie Babys über das Taufbecken gehalten. Mit denen habe ich dann ausführlich darüber gesprochen, was die Taufe bedeutet.“

Auch das Gemeindeblatt musste gestaltet werden. Die meisten Artikel hierzu hatte Siegfried selbst geschrieben, die Illustrationen und Fotos stammten meistens von seiner Frau Margrit.
Großen Spaß bereiteten Siegfried Franzen die Freizeiten. Mit Jugendlichen wanderte er 7 mal, mit Erwachsenen verbrachte er mehrere Freizeiten auf Juist.

In seiner Freizeit singt er seit vielen Jahren im gemischten Chor Leopoldstal und ersetzt auch schon mal den Chorleiter. Das Wohnen im Pfarrhaus war sehr schön. Die Gartenpflege wie Rasenmähen und Hecke schneiden gehörte auch zu seinen Aufgaben.

Familie?
„Vielleicht habt Ihr Euch schon Gedanken gemacht und gemerkt: Ich habe noch so gut wie nichts von meiner Familie erzählt. Von meiner Frau und unseren beiden Kindern. Ja, die mussten oft leise sein, „Papa arbeitet!“ Ich habe mit Jan und Sonja nicht viel spielen können. Und wenn sie jemanden brauchten, mussten sie zur Mama gehen. Oder zu Oma und Opa im Forsthaus. Die hatten viel Zeit für die beiden. Und da waren sie allerdings auch sehr, sehr gerne!
Familie, das war im Urlaub in Finnland, in der Schweiz, auf Mallorca, in Frankreich. Und wenn wir dann wieder zuhause angekommen waren, klingelte meist nach zehn Minuten das Telefon…
Und wenn ich denn mal Zeit für mich hatte, ganz allein, und wenn ich eine Pause brauchte, nichts sehen und nichts hören wollte, dann bin ich auf den Dachboden hier oben im Gemeindehaus gegangen. Da hatte ich nämlich meine elektrische Eisenbahn aufgebaut. Die steht aber jetzt in Kartons verpackt bei uns im Haus. Vielleicht baue ich sie nochmal wieder auf. Dann bin ich wieder mal eben weg…“
Nun, wie merkte Siegfried Franzen zu Beginn der Veranstaltung an? „Ein Pastor darf über alles reden, nur nicht über 20 Minuten.“ Unsere Kinder rutschten schon etwas ungeduldig auf ihren Stühlen hin und her und freuten sich jetzt über eine kleine Pause.
Margrit hatte kleine Nuss- und Mandelküchlein gebacken, mit leckerer Schokolade überzogen und mit bunten Streuseln verziert. Apfelsaft gab es dazu und für uns Erwachsene sogar noch Kaffee.  Schnell wurde ein Küchlein geschnappt und die ersten waren s

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chon draußen und genossen die Frühlingssonne. Das Kirchgelände wurde erkundigt. Aber Siegfried wollte den Kinder noch so viele Dinge zeigen! Aus seiner umfangreichen Bibelsammlung (ca. 300 Stück!) hatte er einige Exemplare mitgebracht. Darunter waren über 100 Jahre alte Gesangbücher und eine Bibel aus dem Jahr 1667, gedruckt in Basel, Text von Martin Luther.
Zu seiner Sammlung gehörten auch lateinische, griechische und hebräische Bibeln. Zu der hebräischen Bibel erklärte er: „ Wenn ich sage, schlag mal die erste Seite auf, dann ist das die letzte Seite. Denn Hebräisch schreibt sich von hinten nach vorne, von rechts nach links!“
Er zeigte eine neue Bibel, frisch zum Reformationsjubiläum erschienen und Kurioses wie „die kleinste Bibel der Welt“. Dabei handelt es sich um ein Dia, das den kompletten Bibeltext enthält. (wäre lesbar wenn das Dia auf einer Projektionsfläche von 7,90 x 8,80 erscheinen würde)

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So, und das war noch nicht alles. Siegfried Franzen hatte noch ein kleines Quiz vorbereitet. Um die Fragen beantworten zu können, musste jedoch die neue Kirche genau angeschaut werden.
Es gab Fragen zur Einrichtung und zur Architektur, zu den Glasfenstern, die im Übrigen von Margrit Franzen entworfen wurden, zur Orgel und zu den Glocken im Turm. Diese haben jeweils einen Namen: „Glaube“, „Hoffnung“ und „Liebe“ heißen die drei Glocken. Und die Liebe ist die stärkste unter ihnen. Sie hat den dunkelsten Klang.
Noch einmal sangen wir das „Weißt Du noch …“-Lied zur Gitarrenbegleitung von Siegfried.

 

Jedes Kind bekam noch ein Abschiedsgeschenk zur Erinnerung an diesen schönen Nachmittag: Tütchen mit kleinen, bunten Schokoladentäfelchen mit dem „Sarotti-Mohr“ (wie damals das Kindergottesdienstteam) und eine leuchtend rote Karte mit einem Foto des textilen Wandbehanges  aus dem Gemeindehaus(eine Gemeinschaftsarbeit von Leopoldstalerinnen), das den Franz von Assisi unter einem Regenbogen inmitten unzähliger Vögel zeigt.
Wir verabschiedeten uns, indem wir uns alle an den Händen fassten, sie auf- und niederschwangen und gemeinsam sprachen: „Gott geht mit, darauf kannst Du Dich verlassen!“
Für uns ging wieder ein wunderbarer Erzählnachmittag zuende. Wir hatten sehr viel über den Pastorenalltag in Leopoldstal erfahren und gelernt.

Siegfried und Margrit packten zufrieden ihre „Sieben Sachen“ in den mitgebrachten Handkarren um ein Haus weiter, ins alte Forsthaus zurückzukehren.
Das „Weißt Du noch wie`s früher war“-Team bedankt sich herzlichst bei Siegfried und Margrit Franzen und bei der Kirchengemeinde Leopoldstal für die freundliche Unterstützung!

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(Text: Marion Petringmeier nach einem ausführlichen Manuskript von Siegfried Franze

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