Erinnerungskultur – Online Geschichtsbuch

Diese Seite bietet allen Menschen eine Möglichkeit, die Ihre Erinnerungen zum Leben in Leopoldstal festgehalten haben möchten.

Ein wichtiger Beitrag, Geschichte nicht vergessen zu lassen :

Inhaltsverzeichnis:

Beitrag 1 : Horst Priss

Beitrag 2 : Lambert Rong

Beitrag 3: Karl-August Volland

 

Beitrag 1 , Horst Priss : Juni 2015

Horst Priss 1http://www.leopoldstal.com/wp-content/uploads/2015/07/Horst-Priss-2.jpg

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Beitrag 2, Lambert Rong : September 2015

Mein Name ist Lambert Rong und ich bin am 16.05.1946 in Leopoldstal geboren. Meine Familie
wurde 1944 aus ihrer Heimatstadt Aachen dorthin evakuiert, weil diese Stadt häufig das Ziel von
Luftangriffen der, gegen Deutschland Krieg führenden, Alliierten war. Mein Vater war Soldat und
wurde kurz nach dem Kriegsende (08.05.1945) aus russischer Kriegsgefangenschaft nach Leopoldstal
entlassen und arbeitete in der Holzfabrik. Ich glaube, dort wurde Holz für Möbel produziert.
1950 kehrte meine Familie, inzwischen um meine Schwester Barbara gewachsen, in ihre Heimatstadt
Aachen zurück.
Ich selbst habe keine direkten Erinnerungen an diese Zeit und meine Eltern sind inzwischen verstorben.
Der Familie Sternat (Frau Sternat war eine Schwester meiner Mutter) ging es ähnlich. Von einem
Besuch in Leopoldstal weiß ich, dass auf dem Friedhof ein Sohn dieser Familie mit Namen
Dieter oder Ditz Sternat begraben war. Er war im Kleinkindalter in Leopoldstal gestorben.
Unsere Gastgeber- oder Nachbarsfamilie Schneider (oder Schneiders) hatte uns wohl sehr wohlwollend
aufgenommen. Dies finde ich in Zeiten so vieler Flüchtlinge erwähnenswert. Jedenfalls haben
meine Eltern immer sehr positiv von ihnen gesprochen und es gab etwa 1955 einen Besuch dieser
Familie bei uns in Aachen. Die Familie war mit einem Motorrad mit Seitenwagen die weite Strecke
nach Aachen gefahren.
Ich bin dann ca. 1960 mit einem weiteren Sohn der Familie Sternat mit dem Fahrrad von Duisburg
nach Leopoldstal gefahren, um meinen Geburtsort wieder zu sehen. Erkannt habe ich aber damals
schon nichts mehr, von dem wenigen, an das ich mich erinnern konnte. An unseren Besuch bei Familie
Schneider kann ich mich nicht mehr gut erinnern, aber ich glaube, dass von der älteren Generation,
die uns so hilfsbereit in der Kriegszeit aufgenommen hatte, lebte niemand mehr.

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Gerhard Schliemann, ein Leopoldstaler Mitbürger, hat fast alles erkannt und erinnert sich auch an eine Familie Sternat, die bei Familie Schneider gewohnt hat; die Frau Schomber (Fußpflege) stammt aus der Fam. Schneider; im Hintergrund steht ja eindeutig die Fabrik Brand; das Haus Ovenhausen; auf dem Barackengrundstück steht jetzt das Haus Mehmet Sayin; einmal die Hinteransicht von früher Klusmeier, heute Frank Schliemanns Nachbarn im Buchenweg.

usw. Da kommen z.Zt. wohl bei vielen Menschen Erinnerungen hoch.

Ergänzend noch, auf dem Grundstück heute Mehmet, standen zwei Baracken, eine mit Familie Schneider; eine mit Familie Mescheder; die vorletzte Aufnahme mit den Kindern ist am Velmerstot, am sogenannten „Sinalco-Fass“

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Beitrag 3,  Karl-August Volland :Oktober 2015

Karl-August Volland, ist am 5. Mai 2016 verstorben .

Karl-August Volland

2004

“ Bitte seien Sie nicht erschrocken, wenn ich Ihnen verrate, dass ich am 7.5.1928 geboren wurde und somit heute 87 Jahre alt erreicht habe. Geistig bin ich noch fit. Zur Zeit schreibe ich mein letztes Buch über mein Leben, “ so schrieb Herr Volland in einem Brief, um seine Erinnerungen mitzuteilen. Nicht nur in diesem Brief, sondern in einem ganzen Buch welches 2007 erschienen ist, hat Herr Volland alles wunderbar festgehalten:

Volland Buch Karl August Volland, ist in Detmold 1928 geboren. Nach dem Krieg erlernte er die Landwirtschaft, wurde 1953 Verwalter auf dem elterlichen Hof und erbte 1958 das Gut Rothensiek. 1968 gab er die Landwirtschaft auf und studierte als 40 jähriger in Gießen, um darauf Lehrer an einer Berufsschule zu werden. Als Oberstudienrat trat er in den “ Unruhestand“, denn jetzt begann er sein Gut Rothensiek in ein Hotel mit 70 Betten umzuwandeln. Dieses bewirtschaftete er mit seiner Frau bis zu seinem 74 zigsten Lebensjahr.

 

 

 

 

 

 

 

Wer nun neugierig auf das Buch ist, kann gerne einen Auszug, den Herr Volland gemarkert hat hier nachlesen und bei mehr Interesse sicherlich auch im Handel noch erwerben.

 

Auszug Buch VollandAuszug Buch Volland 2Auszug Buch volland 3

Familie Vollan

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