Unser Dorf hat Zukunft

Erste Strukturen entstanden vor etwa 500 Jahren aus dem Gut Rothensiek, Der Ort entsteht aus mehreren kleinen Siedlungsbereichen und gründet sich dann 1789 mit dem Namen Leopoldstal, benannt nach dem Lippischen Fürsten, der seinerzeit hier gern verweilte. Leopoldstal hat etwa 2.000 Einwohner-innen und ist nach Horn und Bad Meinberg  der drittgrößte Stadtteil. Die gelockerte Siedlungsstruktur prägt den Ort, die Größe und Weite ist mit ein Grund für die Attraktivität hier zu wohnen.

Städtebaulich ist es möglich und sinnvoll, die vorhandenen Baulücken zu schließen,  für zwei Bereiche gibt es einen Bebauungsplan-Entwurf der bei Bedarf aufgestellt werden könnte. Die Landstraße trennt den Ort in zwei Bereiche, ist aber auch die gute Verbindung in die Nachbarstädte, der abgetrennte Fahrradweg bringt Sicherheit, z.B. morgens als Schulweg nach Horn. Der Bahnhof ist ein weiterer Vorteil, mit der Ostwestfalen-Bahn sind z.B. Detmold, Paderborn, Bielefeld bestens und schnell zu erreichen. Gerade die Mischung aus einer attraktiven, beschaulichen Wohngegend mit guter Anbindung an die Nachbarstädte sichert Leopoldstal die Zukunft,  das gilt es weiterhin mitzuteilen, vielleicht könnte es zur Imagesteigerung noch etwas konsequenter vermarktet werden.  Das Leben im Ort zeigt sich durch immerhin etwa 25 Betriebe, die hier ansässig sind.

Bäckerei, Lebensmittelgeschäft, Dachdecker, Installateure, Elektriker, Sparkasse, Friseurgeschäfte, Gaststätten, Fahrradhotel, die beliebte und bekannte Silbermühle,  um nur einige zu nennen. Die Infrastruktur wird ergänzt durch einen Kindergarten, freiwillige Feuerwehr mit eigener Fahrzeughalle, Bahnhof, Friedhof mit Ehrenmal,  ev. Kirche mit einem modernen Gebäude, Gemeindesaal, Jugendkeller, Sporthalle mit Vereinsräumen, Sportplatz, Kinderspielplätze. Das Vereinsleben zeigt sich auf vielfältige Weise, Sportverein mit über 600 Mitglieder-innen, Heimatverein mit etwa 300 Mitglieder-innen, Musikverein, Spielmannszug, Alpenfreunde, Taubenverein, gemischter Chor, Seniorenfahrgemeinschaft. Alle Vereine finden sich im sogenannten Kulturausschuss wieder, wo die einzelnen Termine und Veranstaltungen zusammengefasst und gebündelt werden um das für ein Jahr optimal auszugestalten.Traditionell findet einmal im Jahr ein Dorfgemeinschaftsfest statt an dem sich alle Vereine einbringen und beteiligen Viel Engagement kommt auch aus der Kirchengemeinde, Aufführungen, Veranstaltungen, Treffen und Zusammenkünfte, Kinderfreizeiten.

Leider ist der bisherige Pastor nicht mehr im Dienst, die Stelle wird z.Z. nur mit einer viertel Stelle vertreten. Ein Zustand der sehr bedauert wird, wenn gleich die Kirchenältesten und die Küsterin das bestmöglich und angemessen ausgleichen. Der Heimatverein kümmert sich sehr um die Belange des Ortes und deren Einwohner-innen. Die Osterveranstaltung ist der beliebte Anfang für die Freiluftsaison, die Maifeier mit dem aufstellen des gut geschmückten Maibaumes ist schon fast ein kleines Dorffest. Über das Jahr verteilt sind die sehr beliebten Pickert-Nachmittage an der Grillhütte. Die Grillhütte im alten Steinbruch kann auch extern angemietet werden, eine gute Möglichkeit sich in herrlichster Umgebung aufzuhalten.

Der Heimatverein engagiert sich ebenfalls sehr für die Umwelt und natürlichen Gegebenheiten um das Erscheinungsbild Leopoldstals zu erhalten und zu erneuern. In einer großen Aktion wurde der Feuerlöschteich gesäubert,  der Ehrenfriedhof mit bauzeitlichen Grabdenkmalen, Natursteinmauer, wird gepflegt und erhalten,  Ortstafel, Wanderkarte, Heckenschnitte, Rasenpflege, Umwelttage,  säubern von Straßen und Wegen, viele Aktionen die gemeinsam organisiert werden, aber auch Einsätze die spontan und eigenverantwortlich erfolgen. Gerade erst sind mit entsprechendem Aufwand fast alle Sitz-Bänke in und um Leopoldstal erneuert worden, eingebettet in oft wunderschönster Umgebung, ein lohnender Einsatz. Aus dem Ort kommt auch viel Kraft, Idee und Zusammenhalt wenn es mal Dinge gibt, die es noch zu verbessern gilt.

Aktuell wird dankenswerter Weise der DSL-Anschluss ausgebaut, allerdings wurde ein Teilbereich Leopoldstals, auch wenig nachvollziehbar, nicht erfasst. Über eine daraufhin einberufene Bürgerversammlung wurde derart Druck aufgebaut das nach kurzer Zeit eine Nachbesserung durch die Telekom zugesagt wurde. Das Engagement hat sich gelohnt. Die Busverbindung wurde ebenfalls mit einem Fahrplanwechsel sehr eingeschränkt, Schulbußfahrten wurden teilweise gänzlich gestrichen, auch hier gab es reichlich Protest und Anfragen, letztlich ist das in erträglicher Weise wieder korrigiert und wiederhergestellt, der Einsatz hat sich ebenfalls gelohnt. Aus ähnlichem Engagement ist auch eine Querungshilfe über die Landstraße entstanden, die Erneuerung der Eisenbahnbrücke hat sicher gleichen Ursprung gehabt. Anzuerkennen ist auch das Engagement zweier Jugendlicher aus Leopoldstal  die gerade erst eine durchaus interessante und vielfältige Homepage über Leopoldstal erstellt haben.

Unter www.leopldstal.com ist der Ort aktuell und gut präsentiert. Leopoldstal ist ein Ort der mithalten kann, es gibt viele vorhandene Strukturen die in die heutige Zeit passen, wenn sich die Beteiligten weiterhin für das Erscheinungsbild einsetzen ist zu erkennen, das Leopoldstal Zukunft hat.

Klaus-Peter Stock

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